Ice Ice Baby – Trekking zum Rhonegletscher

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Wer im Hochsommer wieder Lust auf Schnee und Eis und Kälte hat,

 sollte ein Gletschertrekking machen.

Eigentlich ist es einen Gang zum Friedhof den die Bergsteigerschule Rosenlaui in Meiringen mit ihren Gletschertrekkings anbeitet, den jeder weiss, die Gletscher sind die Verlierer in unserem Land im Klimawandel.

Und so überrascht es nicht, als der Leiter zum Start der Tour um halb neun Uhr gleich eine Programmänderung durchgibt. Wir würden nun eine Stunde ins Wallis mit dem Auto fahren, weil der Gletscher in der Nähe schon verschwunden sei.

Es ist bereits 30 Grad im Tal, doch das wird sich ändern, als wir das Beil fassen, die Steigbügel an den Schuhen befestigen und die Handschuhe anziehen, da stehen wir bereits im Schnee und der Rhonegletscher mit seiner acht Kilometer Länge und zwei Kilometer Breite zeigt hinter dem See seine Gletscherzunge.

Nach der Einführung ins Laufen und Anseilen machen wir uns auf den Marsch.

Die Eisen der Schuhe greifen sich in den Gletscher und es wird kälter und kälter. Ich ziehe meine Kappe an und schlage den Pickel das erste Mal ins Eis und ziehe mich hoch. Bald zeigen sich Wasserlöcher und später viele Spälte, die der Sommer freigibt und der Winter wieder mit Schnee füllt. Ich muss jeden Schritt genau vorausdenken.

Nach rund 90 Minuten machen wir Anfänger auf dem Eis eine Pause. Doch wo setzt man sich hin, wenn alles nass ist, richtig auf den eigenen  Rucksack. Die Handyfotos sind gemacht, da ruft der Leiter und wir lernen uns in eine Gletscherspalte abseilen.Nicht jedermanns Sache und in der Spalte ist es saukalt. Auch oben kommt der Wind auf, die Windjacke aus dem Winterkleiderkarton leistet guten Schutz.

Wir proben noch einen vorgetäuschten Absturz und dann fallen tatsächlich auf dem Rückweg zwei Männer hin und eine Frau hat plötzlich Angst vor den Spalten, über die sie nur mit einem grossen Schritt kommt.

Wir ändern die Route und kommen verspätet zum Apero, einem Walliser Wein und Hobelkäse. Jetzt brennt die Sonne und die Beine schmerzen, doch auf ein Stolz geht durch den Körper, heil von einer Begegnung mit einem Riesen der Natur wieder nach Hause gekommen zu sein.

Warum muss der Rhonegletscher bis 2100 sterben?

Wegen uns Menschen und unserem Leben gegen die Natur.

homepage 

(1)„Rhonegletscher – Sept 2012“ von de:Benutzer:ch ivk – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC BY 3.0 über Wikimedia Commons – https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Rhonegletscher_-_Sept_2012.JPG#/media/File:Rhonegletscher_-_Sept_2012.JPG

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