Ich möchte meine Berge sehen – Auf den Spuren von Maler Segantini in St. Moritz

Das Engadin wäre ohne den italienischen Einfluss heute wie gestern ärmer. Heute nerven manchmal die vielen italienischen Arbeiter und man vermisst den Klang des Rätormanischen, doch ein Italiener wie Giovani Segantini gebührt man gerne Achtung.

Der Maler aus Arco bei Mailand schuf als späterer Bewohner von Maloja Hochgebirgslandschaften, die niemanden kalt lassen.

St. Moritz hat dem Erneuer der Alpenmalerei und Vertreter des Symbolismus nicht nur ein Museum geschaffen sondern auch einen Weg.

Der Segantiniweg an der Via Somplez 30 beginnt beim Hotel Soldanella.

 Dieses findet man, wer im Zentrum im Kreisel die Wegweiser studiert. Der Weg  ist eine nette Abwechslung zur schrecklichen Architektur St. Moritz und führt durch den Wald.

Auf zwei Kilometer, die manchmal steil sind, hat es Schautafeln. Auf ihnen ist nicht nur das Leben sondern seine Freilichtmalerei und die wichtigsten naturalistischen Bilder erklärt.

Dann erscheint plötzlich eine Kuppel, das Segantinimuseum.

Hier sind alle wichtigen Bilder zu sehen in drei verschiedenen Räumen.

Als Segantini malte war das Engadin arm und somit sind die Bauern und ihr Leben in und mit der Natur, das Licht des Engadin und immer wieder die Berge die Hauptmotive dieses Malers, der bereits zu Lebzeiten im 19. Jahrhundert ein Weltstar war.

Seine Abbilder sind wohl deshalb so eindrücklich, weil er den Geist der Bauern, also ihr

Gebet zwischen den Mühen des Alltags mit Farbe darstellen konnte. Der tiefe Symbolgehalt des ländlichen Lebens, die Allegorie des Todes und das Bild der Frau sind Nuancen seiner Darstellung.

Aehnich wie Albert Anker malt er die Wurzel des Lebens mit der Erde, doch die Erhabenheit der Alpen und die versteckte Religiosität der Menschen gehen tiefer als beim Seeländer.

Wer nach dem Museum und dem Weg noch mehr vom Licht und den Alpen St. Moritz sehen möchte, macht einen Spaziergang um den See, dann sehen sie den Berg, den Segantini in seinen letzten Stunden sah und deshalb „Schafberg“ genannt wurde.

Segantini Museum

(die Gemäldefotos stammen mit Genehmigung des Museums von deren HP)

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s