Ein Blick vor und hinter die Kulissen des Menuhin Festivals Gstaad

Noch bis zum 9. September findet in Gstaad und Umgebung das diesjährige Menuhin Festival statt, wo sich Stars der Klassik die Hand geben. Der Chef des Festivals Christoph Müller fand Zeit, einige Fragen per Mail zu beantworten.

( Ganz vorne auf dem Bild)

-Seit einigen Wochen ist das Gstaad Menuhin Festival gestartet. Bevor wir näher auf das Programm eingehen, eine Frage, die sich angesichts der Sommertemperaturen jeder fragt: Ist eigentlich das Zelt in Gstaad gekühlt?

Die Konzerte im Festivalzelt finden erst ab Mitte August statt und da ist es bereits nicht mehr so heiss, erfahrungsgemäss! In der Vergangenheit mussten wir eher die Heizung anwerfen.

– Das diesjährige Festival, das bis zum 5.9. stattfindet, trägt den Titel “Ironie & Musique”, warum?

Ironie in der Musik ist ein wichtiges Ausdrucksmittel und für mich stärker als Humor. Dieses Element begann mich zu faszinieren, als ich mit der Recherche zu diesem Thema, ursprünglich Humor, begann. Ironie ist feiner und subtiler aber auch provokativer.

-Nach sechs Wochen nimmt man sie als Leiter des Festivals nicht mehr gross in der Oeffentlichkeit war, wie sieht ihre Tätigkeit im Alltag aus?

Sie meinen nach Abschluss des Festivals? Ich habe noch andere gewichtige Aufgaben ausserhalb des Festivals rund um Musikmanagement-Themen, aber die Planung der kommenden Festivalausgaben halten mich auch nach Abschluss des diesjährigen Festivals auf Trab. Nach dem Spiel ist vor dem Spiel!

-Für die Popmusik ist die Hitparade der Gradmesser über die Geschmack des breiten Publikums, wie und wo schauen Sie sich oder ihre Scouts in der  Klassik nach Trends um?

Wettbewerbe sind sicher eine Plattform, um junge Stars zu entdecken. Wichtiger sind aber Konzertreihen und Podien bei Orchestern weltweit, wo sich die Künstler behaupten müssen. Es geht ja nicht nur um Perfektion sondern auch um Aura, Bühnenwirksamkeit, Sympathie usw…

-Jonas Kaufmann oder Cecila Bartoli sind nur zwei von vielen grossen Namen am Festival. Wie kommen sie an die ran und haben die Allüren?

Mit Bartoli habe ich auch im Rahmen meiner anderen Aufgaben regelmässig zu tun; die Welt des Jonas Kaufmanns ist die Opern-Szene, wo ich nur am Rand tätig bin. Aber mit der Entwicklung der letzten Jahre des Festivals in Gstaad haben wir auch gewichtige Referenzen, welche für die Überzeugung der sogenannten Schwergewichte der Klassik eine grosse Rolle spielen.

-Welche Geheimtipps abseits der grossen Namen sie noch bis 8.9 für unsere Leser?

Igudesman & Joo, das urkomische Musiker-Duo, die am 13.8. im Landhaus Saanen auftreten, oder die „Nacht der Violas der Berliner Philharmoniker“: ein wahrscheinlich urwitziger Abend mit den besten Bratschisten der Welt, die auch durchs Programm moderieren und sogar Bratschen-Witze erzählen.

Programm unter Menuhin Festival

Fotos ausser die von Jonas Kaufmann mit Genehmigung von der hp des Festivals Gstaad. Sie stammen vom letztjährigen Anlass.

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