Mord im Marzili – ein Spaziergang mit Krimiautor Tony Dreher

Trotz der hohen Temperaturen in diesem Sommer wurde in den Badeanstalten gelesen und zwar oft das Debut vom Berner Tony Dreher „Aareschwimmen“.  Wer ist dieser Autor und über was schreibt er?  Ein Spaziergang zu einigen Schauplätzen des Krimis in Bern gibt darüber Auskunft.

Im Marzli unter dem Bundeshaus an der Aare herrscht meist Spass, doch in ihrem Debut „Aareschwimmen“ ist es damit vorbei, warum?

Am 1. August ist es heiss und der Journalist Mike will sich eigentlich abkühlen in der Aare, da hört er einen Schrei und wenig später wird eine angekleidete Leiche aus dem Fluss gezogen. Seine journalistische Neugierde und der Zufall, dass er zufällig an dem Ort eines Verbrechens ist, verändern sein Schicksal und er beginnt nachzuforschen und entdeckt viel Verborgenes, das ihn in Schwierigkeiten bringt.

Sie wählten den Journalisten Mike als Schnüffler und Aufdecker eines Mordes mit Verstrickungen bis in die höchsten Bundeshausetagen, warum keinen Kommissar?

Ich wollte die Untersuchng des Falles von innen zeigen, ein Unbeteiligter deckt auf, während die Polizei angewiesen wird, den Mord zu vertuschen.

Die Aare ist für mich hier auch Symbol für einen Ereignisfluss, der das Leben eines Menschen auf den Kopf stellt.

Sie leben in der Nähe der Bundesstadt, wer sind sie?

Ich bin als Kind von Schweizer Eltern in Mexikostadt aufgewachsen, lebe seit 25 Jahre hier und habe mein Schweizerdeutsch nicht vergessen, den ich ging ja in die deutsche Schule in Mexiko. Zuerst schreib ich auf  Englisch, merkte aber, dass das nicht geht bei einem Stoff, der so lokal verankert ist.

Das Kino ist ihre Leidenschaft, woher holten sie die Inspiration zu ihrem Buch?

Im Buch kommen ja die USA, Mexiko auch vor und dann Meiringen im Berner Oberland, wo ich Skifahren gehe, doch zentral bleibt Bern, wo mir alles bekannt ist und sich doch die Umstände wegen des Mordes verändern. Zudem arbeite ich als Informatiker und Hacker sind auch in meinem Buch am Werk.

Die Orte Bern, Solothurn, das Oberland sind Schauplätze ihres Waffen- und Kunstschmugglerverbrechens, was aussergewöhnlich ist. Wollten sie die Ruhe der Berner mit ihrem Roman stören?

Es ist ja alles nicht so böse gemeint, wie es scheint. Ich suchte einfach schöne Orte für die Handlung. Reiste auch an die Schauplätze, damit alles stimmt, doch zuerst war die Handlung und der Mord an der Aare. Ich begann schon 2011 mit dem Schreiben.

„Aareschwimmen“ ist bis auf die Erklärungen der Computertrojaner spannend, aber die Figuren haben wenig Psychologie, wollen Sie das bei der Fortsetzung ändern?

Ich schreibe sehr actionreich, wollte alles atemlos machen und flüssig. Ja, es gibt eine Fortsetzung nach dem Erfolg. Es wird ja schon nach wenigen Monate die dritte Auflage gedruckt In der Fortsetzung bekommt Mike mehr Tiefe durch Beziehungen und Einblicke ins Privatleben.

Ich bin schon gespannt, wie die Leser meine Leidenschaft das Schreiben von Krimis, das ich  neben der eher phantasielosen Arbeit als Informatiker liebe, im neuen Buch mögen, Es beginnt mit einem Toten im Gletscher im Berner Oberland.

Das Buch Aareschwimmen erschien im Gmeiner Verlag

Infos zu Tony Dreher

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