Conchita Wurst im Kaufleuten Zürich

Oesterreicher sind wie Schweizer. Sie haben mehr Angst als Mut ausser Conchita Wurst. Ihre Courage als singende Dragqueen statt als Tom Neuwirth durchs Leben zu gehen, wurde vor zwei Jahren mit dem Sieg beim Eurovison Songcontest belohnt. Sängerin Cher twitterte der Wienerin an diesem Abend, sie sollte doch den Nachnamen Wurst weglassen und sich eine neue Perücke kaufen. Erstes tat die Draqueen und tritt nun als Conchita live mit Band in 12 Städten im deutschsprachigen Raum in eher kleinen Hallen wie dem Kaufleuten auf, wo sie doch noch vor einem Monat die Oper im australischen Syndey ausverkauft hat..Doch ausser in ihrer Heimat verkaufte sich ihr kostspieliges Debut schlechter als erwartet, also verlangt man halt 100.– für ein Konzert von 90 Min, das keines war.
Der erste Teil bestand aus milde ausgedrückt einer Hommage an grosse Sängerinnen wie Tina Turner, Celine Dion oder Cher mit Coverversionen oder böse ausgedrückt Karoke mit viel Geschwätz. Den zwischen den Songs erzählte die Dragqueen Geschichten von ihren Anfängen, puderte sich die Nase, strich sich tausend Mal durch ihre Perücke und als sie dann auch noch von der Bühne stieg in ihren hohen Absätzen und das Publikum bat, ihr Fragen zu stellen und Selfies zu machen, war der Tiefpunkt erreicht.
Im zweiten Teil versuchte die Frau mit Bart, die sich übrigens nicht rasiert, weil sie mit 28 Jahren nicht wie zwölf aussehen möchte, Terrain gut zu machen und die vierköpfige Band legte sich ins Zeug und endlich kamen die Songs des Debuts.
Die eigenwilligen Interpretationen der CD-Songs waren abwechslungsreich, der Gesang Conchitas wechselt wie ihre Person zwischen den hohen Tönen einer Frau und den tiefen eines Mannes innerhalb eines Liedes. Tönt gewöhnungsbedürftig und war sicher nicht fehlerfrei dargeboten. Der Junge aus der Steiermark und die Dragqueen aus Wien – zwei Seelen in einer Brust, die Theatralik, ein gutes Mundwerk, ein Auge für Mode und Musikgehör vereinen.
 Dem Publikum in den vordersten Reihen vermiste der Schlagzeuger den Abend, der so laut war, dass sich die Leute, die Ohren zu hielten. Auch war das all zu grelle Licht auf Conchita ein Schmerzpunkt.
Zwei Zugaben, von denen „Rise like a Phoenix“ der beste gesungene Song des Abends war, gab es für den ausverkauften Kaufleutensaal in dem auch Michael von der Heide sass neben der ganzen Dragqueen- und schwulen Szene Zürichs. Michael hat ja gerade eine Cd mit Paola-songs rausgegeben. Paola vertrat unser Land vor 36 Jahren am ESC. Wer wird sich angesichts dieses mittelmässigen Konzerts von Conchita 2050 noch an die Oesterreicherin erinnern?
In zwei Wochen wählt Europa ein neues Siegerlied am ESC in Stockholm und einen neuen Helden, der aus der Phönix steigt.

Gegen das Aprilwetter ab ins Kunstmuseum Basel

Seit acht Tagen ist der Erweiterungsbau des Kunstmuseums Basel eröffnet und kommt angesichts der tiefen Aussentemperaturen gerade zu rechten Zeit mit seiner ersten Ausstellung „Sculpture on the move 1946-2016“, um dem Museum einen Besuch abzustatten.

Die erste Erneuerung am Kunstmuseum Basel ist die Kasse. Der Besucher steht nun draussen zu jeder Jahreszeit unter der Kuppel des alten Teils und bestellt sein Ticket. Und das tun an diesem Morgen trotz Regen und Schnee viele.

Basel ist klein, aber gross in der bildenden Kunst, weil der „Basler Teig“ zum einen sein Geld in Gemälden anlegt und zum anderen viel an öffentliche Institutionen spendet. Der Neubau wurde durch 50 Mio. der Laurenz-Stiftung (Maja Oeri) und 50 Mio. der öffentlichen Hand finanziert.

In der Kunst geht es um Extreme und wenn Architektur Kunst ist, dann ist der sehr teure Neubau der Architekten Christ & Gantenbein ein Schritt in Richtung dem Kunstmuseum Basel Platz zu schaffen, damit es einmal im Jahr mit einer Sonderausstellung von hohem Wert die Konkurrenz abhängt und sonst die Sammlung vom Weltformat zeigt.

Das Museum hat nun 10.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche, das heisst für den Zuschauer ein Bad in der Kunst nehmen und viel gehen. Treppen rauf und runter war man schon im alten Teil gewohnt, nun geht es zuerst durch einen langen Gang vom Alt- in den Neubau und der hat neben den Treppen auch einen Lift.

 

Viel grauen Beton, grauen Marmor, graue Stahlplatten und braune Parketböden, das sind die ersten Eindrücke und in den ersten beiden Etagen sind dank der hohen Räume Grossformate und Platz für Installationen oder einen in Scene gesetzten Jeff  Koons. Dieses Haus will das Angesagte des 21. Jahrhunderts zeigen und manche Damen vom „Basler Teig“ sind an diesem Morgen deswegen verstört. Der Mix zwischen Gemälde, Skulptur, Fotografie usw. auf engstem Raum ist zweifelslos eine Herausforderung an den Betrachter.

Sonderaussstellung „Sculpture on the move 1945-2016“

Durch die Dachfenster mit natürlichem und künstlichem Licht beleuchtet, befindet sich im dritten Stock die grosse Sonderaussstellung „Sculpture on the move 1945-2016“.

 Bis zum 18. September will diese Ausstellung aufzeigen wie nach dem Ende des zweiten Weltkrieges bis heute die klassische Skulptur mit einem Abbild eines Menschen oder einer Form eine Entwicklung vollzogen hat, die heisst aufbrechen vom Material und weg von der sichtbaren Wirklichkeit zur abstrakten hin. Die Leihgaben aus anderen Museen und Privatsammlungen warten mit Namen wie Alberto Giacometti, Joseph Beuys oder David Smith auf. Andere Bildhauer arbeiten nicht nur mit Stein oder Holz sondern formen einen Arbeiter aus Polyester oder verformen Recylingblech.

Sie setzten das Material in eine Szenerie damit es keine Grenzen mehr hat.

Der Nachteil dieser Ausstellung ist der Raum. Nur eine Etage reicht für die grossen Skulpturen nicht und es ist eng bei vielen Betrachtern. Zwar sind sowohl im Erdgeschoss wie im zweiten Stock und im Kunstmuseum Gegenwart noch Skulpturen untergebracht, doch dies ist nicht auf den ersten Blick ersichtlich, da das grosse Ausstellungsschild erst im dritten Stock hängt.

 Auch muss gesagt werden, dass die Ausstellung ja siebzig Jahre der jüngsten Vergangenheit abdeckt und der Markt bereits einige Idee geklaut hat und schon als Gartenskulptur oder Zimmerdeko verkauft. Auch waren gerade Giacometti oder Beuys schon oft andereswo ausgestellt.

Der Neubau des Kunstmuseums Basel ist ein Ort, der seinen Geist noch sucht, aber zusammen mit den Veränderungen im alten Teil und der extremen Vielfalt an bildender Kunst ist das Museum ein Trost für den Besucher, der angesichts der Wetterprognosen unter Schwermut leidet. Also ab nach Basel zur sanften Kunsttherapie.

Kunstmuseum Basel

Sänger Kunz – das Sommerchind zeigt sein Luzern

Montagmorgen 10 Uhr, Mundart Folk Sänger Kunz trinkt seinen Espresso im Fin de Siècle Seebistro Luz und schaut den Regentropfen auf dem Vierwaldstättersee zu. Gleich beginnt die Tour durch sein Luzerner Wohnquartier, auf der er viel Privates verrät.

Kunz, du warst im Februar in Neuseeland in den Ferien, deine neue Single heisst „Sommerchind“ und der Lenz, heute mit Regen, hat auch in Luzern Einzug gehalten. Bist du ein Naturbursche und wie verbringst du deine Freizeit?

Ich bin sehr ländlich in Mauensee Nähe Sursee aufgewachsen und das hat mich geprägt. Ich liebe es  bei jedem Wetter in den Wald zu gehen. Beim Wandern habe ich immer ein Noitzbuch mit und manchmal küsst mich die Muse beim Mittagsschlaf im Gras. Zwar entstand „Mittagschind“ nur im Studio, aber  ich liebe an Luzern den täglichen Blick auf die Berge. Den Frühling und Herbst ziehe ich den sehr warmen Temperaturen vor. Ich bin immer mit dem Velo unterwegs, gehe joggen und schwimmen. Die Stimmung am Löwendenkmal, wo wir gerade sind, ist abends, wenn die Touristen weg sind, sehr schön und ich spüre die Energie des Felsens.

Am Samstag spielst du auf deiner aktuellen Tournee, die noch bis Ende Mai dauert, in der Mühle Hunziken in Rubigen. Ausser Basel und Luzern fehlen auf dem Tourneeplan die grossen Städte, bist du eher ein Held der Landbevölkerung?

Nein, Meine grössten Fans stammen halt aus der Zentralschweiz und langsam kommt der Erfolg und das Interesse dank dem Erfolg der aktuellen Cd „Mundart Folk“ auch ausserhalb. Ich mache jetzt zehn Jahre Musik und lebe seit vier Jahren davon. Ich bin sehr dankbar für das Team hinter mir, das mir den Rücken frei hält mit Booking, Managment etc. Früher habe ich alles selber gemacht, das war ein Stress.

 Gut, dass es die die Kappellbrücke gibt, wo nur schon ein Gang darüber entspannt, das habe ich schon früher als ich noch als gelernter Maurer gearbeitet habe, gemerkt. Nun muss ich noch ins Migros einkaufen gehen.

Gerade hast Salat, ein spezielles Brot und Avocados eingekauft. Welches ist neben der Musik deine grösste Leidenschaft und welches sind deine besten und schlechtesten Charaktereigenschaften?

Ich koche gerne und schaue beim Einkauf auf regionale und saisonale Produkte, bin aber kein Vegetarier. Ich bin ein Migroskind, finde den Genossenschaftsgedanken Duttwylers als Sinnbild der Schweiz gut. Tanzen liebe ich. Vom Charakter mag ich an mir meine Lockerheit, alles nicht so ernst zu nehmen und das Soziale, das mir die Familie mitgegeben hat.

Als Chef der Band habe ich das letzte Wort und will manchmal zuviel auf einmal und finde alle sollten ebenso schnell denken und handeln wie ich. Ich bin aber nicht die Madonna der Innerschweiz, gehe mit den Bandmitgliedern familiär um, den wir sind seit drei Jahren wöchentlich zusammen.

Deine Band ist in Zürich, gerade fährt der Zug nach Olten ab, eine Stadt, die du auch besingst, was wünschst du dir, sollte anders sein im Schweizer Musikgeschäft?

Ganz klar mehr Unterstützung durch die staatlich subventionierten Radios, die einfach zu wenig für die vielen Schweizer Mundartbands machen. Auch wünschte ich mir, dass die Schweizer die Qualität der Schweizer Musiker höher schätzen würden.

Ich habe Erfolg mit dem Singen in meinem Luzerner Dialekt, begann ursprünglich mit in Englisch singen, was mir heute beim Anhören die Tränen vor Lachen in die Augen treibt. Auch bin ich noch Dirigent der acapella Gruppe b-live. Die Schweizer Kultur ist sehr vielfältig und bin stolz und dankbar einen Teil davon sein zu können.

Der Regen lässt nach, Kunz geht zügig auf den Schiffssteg zu und wirft sich vor dem Inspirationsort eines seiner Song „Vierwaldstättersee“ in Kapitänspose.

 Du bist auf Tournee, Fans himmeln dich an, hast nie Angst vor dem Vergessen werden in zehn Jahren?

Ich habe keine Angst davor, den ich ich könnte ja dann auch auch was Soziales machen, Lehrer werden oder Kindergärtner. Ich bin ein Mensch, der im Moment lebt, geniesse das, was jetzt ist und will mit meiner Musik von der Innerschweiz auch noch den Rest des Landes erobern.Wir gehen im Herbst einen Monat ins Studio und das neue Album kommt Anfang 2017.

Kunz hält sich mit Joggen in Form, hat die Gitarre und die Musik als Mittel Frauen auf sich aufmerksam zu machen. Ueber welchen Weltschmerz oder Thema würdest du nie einem Song schreiben?

Ich bin kein Fan der Religion und bin nicht gläubig, obwohl ich in einem katholischen Kanton lebe und in der Schule einiges an Ritualen mitmachen musste. Ich glaube an das Gute und den Menschen. Ich komme aus einer Traumwelt, bin einem guten Haushalt gross geworden und hatte auch eine gute Verwandschaft. Ich sehe mich als einer, der vom guten Leben geküsst wurde und versuche als positiver Menschen auch das Positive mit der Musik weiterzugeben.

KUNZ HP

 

Teil 2 – Berner Designerinnen an der Blickfang in Basel

In der Altstadt von Bern unweit des Münsters zeichnen und schneidern Debora Rentsch, Zara Nydegger und Natalie Pellon im Geschäft „OOOnyva“ an der Münstergasse 35 Kleider für die Frau und den Mann mit dem besonderen Geschmack. Bald geht es nach Basel an die Blickfang-Messe vom 29.4. bis 1.5.16. Doch vorher gab es bei Kaffee und Schokolade Einblicke in die Kreativität der Frauen.

Du hast mir das Du angeboten, also Natalie. Ich werde aus eurem Geschäftsnamen nicht schlau, was bedeuted er?
Es ist französisch und bedeuted on y va. Wir haben lange nach einem Namen gesucht und mit Worten gespielt, so auch mit diesem. Die drei O stehen für jede und uns.
Kreative Menschen seien morgens aktiver als abends, weil sie entspannter sind, stimmt das auch bei euch?
Natalie; Also ich bin abends kreativer, morgens muss ich noch meine Tochter versorgen. Ich reise aber gerne zweimal im Jahr nach Paris und setzte mich in ein Cafe, beobachte die Menschen, sauge das Stadtleben und die Atmosphäre auf, dann komme ich mit viele Ideen nach Hause.Habe auch französische Wurzeln.
 
Deborah setzt sich an den Tisch
Ich arbeite modular. Neue Stoffe sind eine grosse Inspirationsquelle für mich. Dieses Jahr sind Hosen ein Thema. Ich liebe auch die Natur und ihre Stimmungen. Unsere Kollegin Zara, die leider heute nicht da sein kann, geht zusammen mit ihrer Freundin Mona Ulrich in Städte wie Mailand und kommt dann mit Inspiration zurück, die sie umsetzt mit ihrem Label pierrot & pierrette.
 
Was erwartet ihr von der Blickfangmesse in Basel? Ist Online-Handel ein Thema für euch?
 
Wohl alle drei freuen sich auf den persönlichen Kontakt mit den Designern in der Messe, wo jeder eine eigene Handschrift hat. Wir werden auch Besucherinnen an unserem Stand haben, die schon Kundinnen bei uns sind und sicher wird es wiederum andere geben, die Kundinnen im Geschäft werden, den wir wollen ja mit unseren Produkten, die wir selber herstellen, berühren und das geht im Geschäft besser als online wie auch die Beratung.
Kommt hinzu, dass wir ja im Geschäft noch andere Schweizerdesignprodukte verkaufen als nur unsere eigenen.
Ja euerer Laden ist schon sehr heimelig und voller Sachen zum entdecken. Debora, bist du Designerin geworden, weil du gerne in Rollen schlüpfst oder Theater spielst?
 
Also in der Jugend war das Rollen spielen mit Kleidern interessant und die Reaktionen darauf lustig. Doch ich wollte mehr, denn schon meine Mutter war Schneiderin, also begann auch ich mit einer Lehre, brach aber ab. Nachdem Gymi bildete ich mich autodidaktisch weiter. Ich bin kein Stadtkind, wuchs sehr ländlich auf, trotzdem wollte ich bis heute kreativ sein mit Kleidern machen.
 
 
 
Natalie, die Bernerinnen sind eher modisch mittelmässig unterwegs. Ist dein Textildesign als Tüpfchen auf dem i bei der Bekleidung ein Seitenhieb gegen das modische Stadtbild?
Nein, ich zeichne Foulards und Jupes, lasse meine Stoffentwürfe, die ich am Computer zeichne in Nyon und England drucken. Ich bin eigentlich immer mit Zeichenblock und Fotoapparat unterwegs um die Inspiration festzuhalten. Ich habe auch zuerst Modedesign in Zürich angefangen, dann wechselte ich zum Stoffdesignkurs an der Schule für Gestaltung in Luzern. Ich habe schon in der Kindheit viel genäht.
Zara hat zuerst Damenschneiderin gelernt und dann noch Schauspiel studiert. Heute macht sie Kostüme für den Film und Theater. In unserem Laden OOOnyva ist sie für die Männersachen zuständig.

Berner Designerinnen an der Blickfang Basel Teil 1

Vom 29. April bis 1. Mai präsentiert die Designermesse Blickfang in Basel 160 Querdernker, Pioniere und Charaktere des unabhängigen Designs. Bereits heute öffneten vier Bernerinnen ihre Ateliers. Den Anfang macht Schmuckdesignerin Sabine Thuler an der Herzogstrasse 20 im Breitenrainquartier.

Morgenstund hat Gold im Mund sagt ein Sprichwort. Welches Ritual pflegen sie am Morgen um kreativ zu werden?
 
Am Morgen trainiere ich, nachdem ich die jüngste Tochter von vier Kindern zum Bus gebracht habe, Pilates, dann gehe ich mit dem Hund raus. Sie sehen, das bürgerliche Leben bestimmt den Morgen, erst der Nachmittag gehört dem Design. Ich zeichne auch nichts, wenn mich die Muse abends küsst. Ich kann alles im Kopf speichern und lege dann im Geschäft zügig los.
Was erwarten sie von der Blickfang, einer Messe mit Publikumskontakt obwohl heute alles online einkauft?
 
Ich werde schon zum sechsten Mal dabei sein und habe mehr Erfahrungen als Hoffnungen. Neben dem direkten Verkauf , verteile ich Flyer und Leute aus anderen Gegenden besuchen mich nach der Messe im Geschäft in Bern. Online mag ich nicht, denn mein Schmuck ist keine Serienware sondern einmalig und ich bin damit auch im oberen Preissegment angesiedelt.
 
Eine Spezialität von ihnen ist das Arbeiten mit Recylinggold, was ist das?
 
Dieses Gold wurde in der Schweiz von Gegenständen mit Gold getrennt, gesäubert und zertifiziert. Es ist dem neuen Gold völlig gleichwertig. Ich nehme auch alte Stücke aus Gold von Kundinnen und schmelze es, mache wieder etwas Neues daraus. Da muss man vorsichtig arbeiten, kann sehr brüchig sein.
Sie waren lange in San Francisco USA, pflegen noch Kontakt dorthin. Wie zeigt sich der Unterschied in der Goldschmiederscene dort und hier?
In der Schweiz lernt man vier Jahre, in den USA ist man vom ersten Tag voll am arbeiten und wächst hinein. Ich habe keine Lehre gemacht. Uebung macht den Meister, denke ich und ich bin seit 12 Jahren mittlerweile erfolgreich. Ich mache auch keine Reperaturen. Ich habe eine klare Linie und folge meiner Inspiration. Ich probiere auch nichts an mir aus. Ich trage seit Jahren den gleichen Schmuck, aber mir ist das Beratungsgespräch mit den Kundinnen sehr wichtig. Dies ist die Ausgangslage für das spätere Arbeiten und Herstellen.
Sie lieben die Natur, arbeiten mit Teilen wie Gold, Metall davon. Trifft am Sie in der Freizeit oft auf Spaziergängen?
 
Ich schaue mir gerne Formen wie die der Blätter oder Aeste an. Auch eine besondere Linie an einem Haus kann mich interessieren. Ich bin eine sehr aufmerksame Spaziergängerin obwohl ich ein Stadtkind bin. Ich liebe auch das Meer. Ich bin nicht in der Goldschmiedeszene. Ich weiss, was ich will und gehe meinen Weg.
 
 
 

Mal kein Orangensaft sondern exotische Früchte von Michel

Wenige Wochen nach der Veränderung im Aussehen von Rivella zeigt eine weitere Schweizer Marke Neues. Die Firma Michel aus Renes, bisher eher für Orangensaft bekannt, wirft drei neue Erfrischungsgetränke namens Liqit auf den Markt.

Es ist gar nicht so einfach, sich auf dem Getränkemarkt zu behaupten. Michel ist seit 80 Jahren eine Schweizer Qualitätsmarke mit einem Orangensaft der Extraklasse hergestellt in Rothrist bei Rivella. Nun kommt der Sommer und die Waadtländer aus Renes möchten Michel auch für die neue  Generation von Liebhabern fruchtiger leichter Erfrischung für sich gewinnen. Doch was ist Massengeschmack? Eine schwierige Frage, die erst an der Kasse entschieden wird, weil sie zuvor niemand beantworten kann. Ob das Michel mit Liqit gelingen wird?

Die drei neuen Sorten sind

Liqit Orange Mango

Liqit Granatapfel Passionsfrucht

Liqit Grapefruit Ananas

Der Test:

Die Mischung aus viel stillem Wasser besteht nur aus 10 % Früchtsäften und Stevia. Wieviel von diesem Zuckerersatz verwendet wurde, fand ich nirgends geschrieben.

Das Getränk enthält keine Konservierungsstoffe.

Die 50 cl Pet Flasche hat 18 Kalorien pro 100 ml. Wenig und sicher ein Pluspunkt.

Ausser dem Granatapfel aus Europa werden alle Früchte von weit her nach Renes transportiert, ein Minuspunkt.

Stevia hat zwar den Vorteil weniger schädlich zu sein als herkömmlicher Zucker, bleibt aber in Kombination mit den exotischen Früchten auf der Zunge als klebriger Film haften.

Die unterschiedlichen drei Geschmacksrichtungen sind gewöhnungsbedürftig,besonders Granatapfel und Passionsfrucht ist recht stark, während Grapefruit Ananas sofort erfrischt und die Orange Mango Mischung am lieblichsten ist.

Doch probieren Sie es selber aus Liqit gibt es bei Coop, am Kiosk und im Restaurant.

Liqit

Im Mai wird Liqit in Bern, Zürich, Winterthur, Genf und Basel am HB anwesend sein.

 

Literatur für den Frühling auf dem Balkon

Endlich steigen die Temperaturen und mit einem Buch oder Hörbuch ist der Frühling auf dem Balkon oder am Fluss oder im Park ein Muss für das savoir vivre. Hier die Lese- und Hörtipps:

Hörbuch: Benedict Wells  Vom Ende der Einsamkeit

Noch vor seinem Lebensabschnitt in Barcelona war der Münchner Benedict Wells ein erfolgreicher Schriftsteller, der seit 2003 nach seinem Umzug nach Berlin drei Romane veröffentlicht hatte, die erfolgreich waren und er langsam aber sicher wusste, wie es geht einem Roman zu schreiben. Doch der 1984 Geborene merkte bei seinem Aufenthalt in der spanischen Metropole, dass er eine Art deutsche Paul Coelho wurde, der immer nach dem gleichen Schema schrieb.  Also zog er sich vier Jahre zurück und entwarf  „Vom Ende der Einsamkeit“ indem er alles wie er geschrieben hatte über Bord warf und in einem neuen Stil schrieb. Die Vergleiche mit John Irving sind zwar nicht falsch, aber Benedict Wells‘ Vom Ende der Einsamkeit ist keine Kopie des amerikanischen Vorbild sondern ein berührender  Entwicklungsroman über drei ungleiche Geschwister, die früh ihre Eltern verlieren, über das Überwinden von Verlust und Einsamkeit und die Frage, was in einem Menschen unveränderlich ist, egal, welchen Verlauf sein Leben nimmt. Das Buch ist eine große Liebesgeschichte, die niemand unberührt lässt. Ein grosser Wurf, der nun als Hörbuch vorliegt, erscheinen im Diogenes Verlag.

Robert Stadlober, Schauspieler aus dem bekannten Film „Sonnenallee“ liest dieses aus sechs Cds bestehendes Hörbuch mit junger Stimme, die ziemlich gradlinig ohne grosse Färbung diese Liebesgeschichte liest. Doch gerade diese Monotonie ist richtig für die feinen ausgewogenen Worte von Benedict Wells.

Wer die Stimme des Autors hören möchte, hat in den nächsten Wochen in der Schweiz Gelegenheit ihn zu hören:

19.4. Zürich, Kaufleuten, 24.4. Hotel Hammer, Eigenthal, 1.7-3.7. Literaturfestival Leukerbad

Diogenes

Buch: Heinrich Wiesner Das Schnabeltier

Mit dem Frühling tauchen sie wieder auf und wir schaffen uns eine Beziehung zu den Tieren durch beobachten oder lassen sie links liegen. Letzteres macht der in Reinach BL lebende Schriftsteller Heinrich Wiesner sicher nicht.

 

Schon als Primarlehrer konnte er seinen Schüler das Leben der Tiere mit Geschichten näher bringen. Nun sind die Erwachsenen dran in seinem neusten Buch „Das Schnabeltier“. Bekannte und unbekannte Tiere nimmt sich der Basler ans Herzen und schaut in ihr Leben und auf ihre Umwelt und die Beziehung untereinander oder zum Menschen. Die kurzen Geschichte sind sehr kurzweilig, weil Heinrich Wiesner sehr nahe geht und einem das unbekannte Tier sehr nahe bringt, dass man das Gefühl hat, dass selbst ein Schnabeltier oder Fuchs ein Freund sein könnte. Ein Buch zum Lesen zum Singen der Amsel in den Bäumen vor dem Balkon.

Heinrich Wiesner, Das Schnabeltier, Expedition in die Tierwelt, 2016, 112 Seiten, 20 Illustrationen, Fr.26.– ISBN 978-3-7296-0910-5,

Zytgolgge Verlag


Buch: Michael Nast Generation Beziehungsunfähigkeit

Bevor Michael Nast in den letzten zwei Jahren erfolgreich und reich mit dem genauen Hinschauen auf das Geschlechts- und Liebesleben der Berliner wurde, indem er die Neurosen der Grossstädter auf den ganzen deutschsprachigen Raum wirft, war er Blogger, Drehbuchautor und Kolumnist oder brach eine Buchhandelslehre ab.

 Der 1975 Geborene geht es wie vielen seiner Generation, er hat sich in der digitalen Welt verloren, sein Bezug zu sich selbst wird immer schwieriger, den das Kapital frisst ihn wie viele anderen auch auf. Er fühlt sich unzufreiden im auf endlosem Wachstum ausgerichteten Wirtschaftssystem und verloren zwischen allen den schlechten Nachrichten und Katastrophen.

Auf 239 Seiten analysiert er die Einsamkeit der 25 – 40 jährigen und ihrem Verlust der Liebesfähigkeit. Das tut beim Lesen weh, den Michael Nast ist direkt und seine Gedanken treffen genau den Punkt. Doch eben nicht immer. Neben den wenigen guten Geschichten von seinen Freunden, die er hier nackt auszieht und vorführt, ist das Buch auch geschwätzig und mit Lückenfüller ausgestattet.

Verlag Edel

Bilder, die die Nazis nicht mochten im Kunstmuseum Bern

Sowohl die bereits angelaufene „Chinese Whispers“ wie die neue Ausstellung „Moderne Meister“ im Kunstmuseum Bern sind Ausdruck des freien, kreativen Geistes, den Regierungen gestern wie heute oft nicht mögen. Bei den chinesischen Bildern sind es die Kommunisten, bei der „entarteten modernen Kunst“  waren es die Nationalsozialisten, die Werke von Kirchner, Macke und Co. am liebsten auf dem Scheiterhaufen sahen.

Es ist 1937. Hitler-Deutschland beschliesst 20 000 Kunstwerke, die als jüdisch oder bolschewistisch eingestuft werden von 1400 Kunstschaffenen als „Entartete Kunst“ auszusortieren. Die Säuberungsaktion will den freien Geist der Kreativität zerstören, den dieser ist den Nazis zu modern.
Bevor das Feuer jedoch das Werk und somit auch den Namen und die Existenz des Künstlers sprichwörtlich verbrannte, wurde versucht die Werke von Pablo Picasso, Franc Marc, Ernst Ludwig Kirchner ins Ausland und oft in die Schweiz  zu verkaufen. Unser Land hatte das Geld zum einen, tiefe Zollgebühren zum anderen und war neutral, also ein willkommener Abnehmer,
 Neben privaten Käufern gelangten moderne Meister in die Hände von Stiftungen und auch in den Besitz des Kunstmuseums Bern. Somit ist die aktuelle Ausstellung „Moderne Meister – entartete Kunst“ bis zum 21.August auch eine über die Erwerbsgeschichte und das Archiv des Museums.
Gezeigt werden 70 Objekte und eine Auswahl von 53 Gemälden, Papierarbeiten und Plastiken im Untergeschoss des Museums.
Die sind zum einen ein Augenschmaus und eine reiche Palette von namhaften Künstlern der Moderne. Vor oder zwischen den Bildern werden an Pulten mit Texten die Geschichte der „entarteten Kunst“ und ihrer Käufer beschrieben. Das ist zwischen den Stellwänden viel Information und der Platz für den Betrachter eng. Es empfiehlt sich ein Besuch des Museums in den Randstunden sonst laufen einem dauernd Menschen vor den Füssen und Bilder rum.
Siebzig Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und als Erbe von Cornelius Gurlitt ist die Ausstellung „Moderne Meister“ für das Kunstmuseum Bern auch ein Abbild der eigenen Forschung um das Thema „Wem gehört die entartete Kunst“ im Archiv?
Lassen wir als Besucher, diese Frage die Experten beantworten und geniessen die Meister, die es wagten mit der Kraft von Pinsel und Farbe sich Diktatoren in den Weg zu stellen.
Ausstellung bis zum 21.8.16 offen

Wildes kochendes Blut für die Musik – Faber und Juanes am Zermatt unplugged

Das Erwachen am zweiten Tag des Zermatter unplugged war grausam, aber nur für die Skifahrer, die sahen das Matterhorn im Nebel und Regen nicht. Für die Musikfans gab es aber eine wilde Neuentdeckung aus der Schweiz und kolumbianisches Blut.

Einige Jahre hatten nur die Berner mit Sophie Hunger eine Ausnahmesängerin mit einem Liedergut ausserhalb des Mittelmasses, hohe Kunst eben. Nun ist mit Julian Pollino, Sohn des bekannten Liedermachers Pippo Pollino, ein Querkopf aus Zürich auf die Bühne getreten, den sogar die Bernerin als Vorgruppe ihrer Tournee buchte. Der 1993 Geborene hat Max Frischs Buch Homo faber gelesen und bewundert den italienischen Liedermacher Fabrizio de Andre. Deshalb nennt er sich Faber und nicht etwa sein bekannter Vater war der Auslöser zum Musik machen, sondern der Film „Once“ und die Hassliebe auf seinen Wohnort Zürich. Er wollte nicht wie alle anderen Jugendlichen cool sein, Trends nachjagen sondern tiefer gehen in sich selbst und das Gefundene in Musik verwandeln.

Dieser Selbstfindungsprozess ertönte nachmittags zum Apres-ski im Cervo, einer Beiz am Ende der Skipiste. Das Programm eine wilde Mischung aus Punk, Rock, Pogo, Canzoni, Balladen, rauen Gitarenriffs, lautem Schlagzeug – das totale Kontrastprogramm zum gestrigen James Morrison. Der Zürcher Wirrkopf sang über die Nacht bei einer Hure, gab Lebenshilfe und wirkte schüchtern, wenn er Ansagen machte. Er stampfte lieber den Rhythmus mit seinen Stiefeln, sang glaskar seinen Bass und wirkte zeitweise wie ein Punk ohne Irokese aber Lockenkopf, der das kochende Blut in seinem hochroten Kopf von der Anstrengung verdeckte.

Dem Publikum als eine Mischung vom Kleinkindern über Schüler bis zum Opa knallte die volle Lautstärke dieser Punkrockattitude ohne Ohrenschutz ans Ohr. Faber wird ihnen noch lange in Erinnerung bleiben als Zürcher, der nicht mit dem Strom schwimmt. Wenn er jetzt noch sein Programm strafft und Demoversionen von fertigen Songs aussortiert, wird er Sophie Hunger das Wasser reichen können.

Juanes auf der Zeltbühne

Zermatt ist die internationaleste Stadt des Landes dank seinen Gastarbeitern aus südlichen Ländern, doch für ein volles Zelt reichte es dann doch nicht. Dazu ist Juanes Hit „la camisa negra“ und die Cd „mi sangre“ zehn Jahre alt und der Goldregen von damals vergessen. Im Hype um Shakira im letzten Jahrzehnt hatten es Juanes kolumbianische Melodien bis nach Europa geschafft. Doch Shakira ist mittlerweile mehr Mutter als Sängerin und Juanes organisiert vom neuen Wohnsitz Florida aus Friedenskonzerte in seiner Heimat.

Wird der Sexappeal vom Sting als Südamerika noch da sein, fragte sich eine Zuschauerin?

Mit zwanzig Minuten Verspätung überraschte Juanes die Damenwelt mit Ultrakurzhaarschnitt, verrissen Jeans und für sein Alter schlanker muskulöser Statur. Der ehemalige Heavymetallrocker, für den er in seinen jungen Jahren berühmt war, spielte fortan einfache Melodien, die schon beim zweiten Song die Frauen von den Stühlen rissen. Doch trotz des Wechsels zwischen Kopf- und Bruststimme merkte im mittleren Teil des Konzertes auch der Letzte, dass die vierköpfige Band um Juanes immer die gleiche Liedstruktur nur mit anderen Worten spielte.

Die Stimmung sank und Juanes fragte in die Runde, ob er noch weiterspielen solle?

Doch wer bereits im Alter von sieben Jahren vor Publikum auftrat, ist mit allen Wassern gewaschen und Juanes legte sich ins Zeug, grub bessere Akkorde aus, machte Spass mit dem Publikum. Die spanisch sprechenden Zuschauer genossen es fortan ihre Muttersprache in Musik zu hören, die Schweizer verstanden nichts, aber freuten sich über die hohe Gitarrenfertigkeit des Südamerikaners und am Schluss wollten beiden ihn gar nicht mehr loslassen, so dass der Gig zwei Stunden dauerte und bei der Zugabe schenkte ihm auch noch jemand die kolumbianische Flagge. Das rührte Juanes sehr und morgen will er zum ersten Mal Snowboard fahren und suchte gleich noch einen Lehrervon der Bühne aus. Vamos!

James Morrison – Musik in den Strassen von Zermatt- Unplugged Festival

Zum neunten Mal fühlt das Zermatt unplugged vom 5. – 9. April zum Saisonschluss nochmals die Hotelzimmer unterhalb des Matterhorns mit Konzerten von James Morrison, Juanes oder Lisa Stansfield und Guppen, die zu noch zu entdecken sind.

1.Tag
Die kurvenreiche Fahrt vom sonnigen Visp durch die Felsen, vorbei an Restschnee und Schmelzwasser bringt eine Ueberraschung in Zermatt, es regnet und windet stark.
Das Aprilwetter am ersten Tag der Veranstaltung ist wie ein Sinnbild für die Karriere des Singer/Songwriter James Morrison. Kletterte er im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts Schritt für Schritt den Olymp hinauf, gewann den Brit Award und in ganz Europa Gold mit „The Awaking“, kam die Ernüchterung nach einer Baby- und Vaterseinspause von vier Jahren letztes Jahr mit „Higher than here“. Die CD blieb weit unter den Erwartungen zurück, doch die Walliser hielten zu ihm und fühlten das Zelt am ersten Abend des Festivals.
Als sich im Festzelt, wo es scheint als kenne jeder den anderen, sich alle begrüsst hatten im urchigen Dialekt, hob sich der Kronleuchter und der 31-jähriger James Morrison sprang in schwarzen Jeans und weissem T-Shirt vors Mikrofon. Es ertönte die kratzige Stimme mit der James Morrison gleich zu Beginn seines Lebens grosse Probleme hatte, als er als Baby an Keuchhusten erkrankte und die heute sein Markenzeichen ist. Mit vier Bandmitglieder und zwei schwarzen Backgroundsängerinnen aber ohne technischen Schnickschnack spielte er rund 100 Minuten eine Mischung aus Blues, Soul und viel Pop. Das Publikum bestand aus über 30-jährigen und mehr, die den Engländer lieben, weil er „Feel good Songs“ schreibt, die kurz und sehr ausgewogen sind, geradezu harmonisch tönen und Romantik suggerieren.

Als Mann aus East Sussex ist sein Englisch aber schwer verständlich, was besonders bei den anfangs vielen Ansagen sich bemerkbar machte, die nur wenige verstanden.

Der Mittelteil des Konzertes war dann sehr weich und die Handy leuchteten bei den Balladen. Ein Schar Walliser Frauen drängte sich nach vorne und dies zeigte, James Morrison lebte auch von seinem jugendlichen Charme. Die Ehepartner waren aber froh, als nach 90 Minuten endlich was Tanzbares kam.
Dann verschwand James Morrison von der Bühne, doch das Publikum liess ihn nicht gehen, forderte noch drei Zugaben und James an der Gitarre verabschiedete sich vom höchstgelegenen Konzert, das er je gegeben hatte, während das Publikum sich für stand ovation erhob.