James Morrison – Musik in den Strassen von Zermatt- Unplugged Festival

Zum neunten Mal fühlt das Zermatt unplugged vom 5. – 9. April zum Saisonschluss nochmals die Hotelzimmer unterhalb des Matterhorns mit Konzerten von James Morrison, Juanes oder Lisa Stansfield und Guppen, die zu noch zu entdecken sind.

1.Tag
Die kurvenreiche Fahrt vom sonnigen Visp durch die Felsen, vorbei an Restschnee und Schmelzwasser bringt eine Ueberraschung in Zermatt, es regnet und windet stark.
Das Aprilwetter am ersten Tag der Veranstaltung ist wie ein Sinnbild für die Karriere des Singer/Songwriter James Morrison. Kletterte er im ersten Jahrzehnt dieses Jahrhunderts Schritt für Schritt den Olymp hinauf, gewann den Brit Award und in ganz Europa Gold mit „The Awaking“, kam die Ernüchterung nach einer Baby- und Vaterseinspause von vier Jahren letztes Jahr mit „Higher than here“. Die CD blieb weit unter den Erwartungen zurück, doch die Walliser hielten zu ihm und fühlten das Zelt am ersten Abend des Festivals.
Als sich im Festzelt, wo es scheint als kenne jeder den anderen, sich alle begrüsst hatten im urchigen Dialekt, hob sich der Kronleuchter und der 31-jähriger James Morrison sprang in schwarzen Jeans und weissem T-Shirt vors Mikrofon. Es ertönte die kratzige Stimme mit der James Morrison gleich zu Beginn seines Lebens grosse Probleme hatte, als er als Baby an Keuchhusten erkrankte und die heute sein Markenzeichen ist. Mit vier Bandmitglieder und zwei schwarzen Backgroundsängerinnen aber ohne technischen Schnickschnack spielte er rund 100 Minuten eine Mischung aus Blues, Soul und viel Pop. Das Publikum bestand aus über 30-jährigen und mehr, die den Engländer lieben, weil er „Feel good Songs“ schreibt, die kurz und sehr ausgewogen sind, geradezu harmonisch tönen und Romantik suggerieren.

Als Mann aus East Sussex ist sein Englisch aber schwer verständlich, was besonders bei den anfangs vielen Ansagen sich bemerkbar machte, die nur wenige verstanden.

Der Mittelteil des Konzertes war dann sehr weich und die Handy leuchteten bei den Balladen. Ein Schar Walliser Frauen drängte sich nach vorne und dies zeigte, James Morrison lebte auch von seinem jugendlichen Charme. Die Ehepartner waren aber froh, als nach 90 Minuten endlich was Tanzbares kam.
Dann verschwand James Morrison von der Bühne, doch das Publikum liess ihn nicht gehen, forderte noch drei Zugaben und James an der Gitarre verabschiedete sich vom höchstgelegenen Konzert, das er je gegeben hatte, während das Publikum sich für stand ovation erhob.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s