Teil 2 – Berner Designerinnen an der Blickfang in Basel

In der Altstadt von Bern unweit des Münsters zeichnen und schneidern Debora Rentsch, Zara Nydegger und Natalie Pellon im Geschäft „OOOnyva“ an der Münstergasse 35 Kleider für die Frau und den Mann mit dem besonderen Geschmack. Bald geht es nach Basel an die Blickfang-Messe vom 29.4. bis 1.5.16. Doch vorher gab es bei Kaffee und Schokolade Einblicke in die Kreativität der Frauen.

Du hast mir das Du angeboten, also Natalie. Ich werde aus eurem Geschäftsnamen nicht schlau, was bedeuted er?
Es ist französisch und bedeuted on y va. Wir haben lange nach einem Namen gesucht und mit Worten gespielt, so auch mit diesem. Die drei O stehen für jede und uns.
Kreative Menschen seien morgens aktiver als abends, weil sie entspannter sind, stimmt das auch bei euch?
Natalie; Also ich bin abends kreativer, morgens muss ich noch meine Tochter versorgen. Ich reise aber gerne zweimal im Jahr nach Paris und setzte mich in ein Cafe, beobachte die Menschen, sauge das Stadtleben und die Atmosphäre auf, dann komme ich mit viele Ideen nach Hause.Habe auch französische Wurzeln.
 
Deborah setzt sich an den Tisch
Ich arbeite modular. Neue Stoffe sind eine grosse Inspirationsquelle für mich. Dieses Jahr sind Hosen ein Thema. Ich liebe auch die Natur und ihre Stimmungen. Unsere Kollegin Zara, die leider heute nicht da sein kann, geht zusammen mit ihrer Freundin Mona Ulrich in Städte wie Mailand und kommt dann mit Inspiration zurück, die sie umsetzt mit ihrem Label pierrot & pierrette.
 
Was erwartet ihr von der Blickfangmesse in Basel? Ist Online-Handel ein Thema für euch?
 
Wohl alle drei freuen sich auf den persönlichen Kontakt mit den Designern in der Messe, wo jeder eine eigene Handschrift hat. Wir werden auch Besucherinnen an unserem Stand haben, die schon Kundinnen bei uns sind und sicher wird es wiederum andere geben, die Kundinnen im Geschäft werden, den wir wollen ja mit unseren Produkten, die wir selber herstellen, berühren und das geht im Geschäft besser als online wie auch die Beratung.
Kommt hinzu, dass wir ja im Geschäft noch andere Schweizerdesignprodukte verkaufen als nur unsere eigenen.
Ja euerer Laden ist schon sehr heimelig und voller Sachen zum entdecken. Debora, bist du Designerin geworden, weil du gerne in Rollen schlüpfst oder Theater spielst?
 
Also in der Jugend war das Rollen spielen mit Kleidern interessant und die Reaktionen darauf lustig. Doch ich wollte mehr, denn schon meine Mutter war Schneiderin, also begann auch ich mit einer Lehre, brach aber ab. Nachdem Gymi bildete ich mich autodidaktisch weiter. Ich bin kein Stadtkind, wuchs sehr ländlich auf, trotzdem wollte ich bis heute kreativ sein mit Kleidern machen.
 
 
 
Natalie, die Bernerinnen sind eher modisch mittelmässig unterwegs. Ist dein Textildesign als Tüpfchen auf dem i bei der Bekleidung ein Seitenhieb gegen das modische Stadtbild?
Nein, ich zeichne Foulards und Jupes, lasse meine Stoffentwürfe, die ich am Computer zeichne in Nyon und England drucken. Ich bin eigentlich immer mit Zeichenblock und Fotoapparat unterwegs um die Inspiration festzuhalten. Ich habe auch zuerst Modedesign in Zürich angefangen, dann wechselte ich zum Stoffdesignkurs an der Schule für Gestaltung in Luzern. Ich habe schon in der Kindheit viel genäht.
Zara hat zuerst Damenschneiderin gelernt und dann noch Schauspiel studiert. Heute macht sie Kostüme für den Film und Theater. In unserem Laden OOOnyva ist sie für die Männersachen zuständig.

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