Sänger Kunz – das Sommerchind zeigt sein Luzern

Montagmorgen 10 Uhr, Mundart Folk Sänger Kunz trinkt seinen Espresso im Fin de Siècle Seebistro Luz und schaut den Regentropfen auf dem Vierwaldstättersee zu. Gleich beginnt die Tour durch sein Luzerner Wohnquartier, auf der er viel Privates verrät.

Kunz, du warst im Februar in Neuseeland in den Ferien, deine neue Single heisst „Sommerchind“ und der Lenz, heute mit Regen, hat auch in Luzern Einzug gehalten. Bist du ein Naturbursche und wie verbringst du deine Freizeit?

Ich bin sehr ländlich in Mauensee Nähe Sursee aufgewachsen und das hat mich geprägt. Ich liebe es  bei jedem Wetter in den Wald zu gehen. Beim Wandern habe ich immer ein Noitzbuch mit und manchmal küsst mich die Muse beim Mittagsschlaf im Gras. Zwar entstand „Mittagschind“ nur im Studio, aber  ich liebe an Luzern den täglichen Blick auf die Berge. Den Frühling und Herbst ziehe ich den sehr warmen Temperaturen vor. Ich bin immer mit dem Velo unterwegs, gehe joggen und schwimmen. Die Stimmung am Löwendenkmal, wo wir gerade sind, ist abends, wenn die Touristen weg sind, sehr schön und ich spüre die Energie des Felsens.

Am Samstag spielst du auf deiner aktuellen Tournee, die noch bis Ende Mai dauert, in der Mühle Hunziken in Rubigen. Ausser Basel und Luzern fehlen auf dem Tourneeplan die grossen Städte, bist du eher ein Held der Landbevölkerung?

Nein, Meine grössten Fans stammen halt aus der Zentralschweiz und langsam kommt der Erfolg und das Interesse dank dem Erfolg der aktuellen Cd „Mundart Folk“ auch ausserhalb. Ich mache jetzt zehn Jahre Musik und lebe seit vier Jahren davon. Ich bin sehr dankbar für das Team hinter mir, das mir den Rücken frei hält mit Booking, Managment etc. Früher habe ich alles selber gemacht, das war ein Stress.

 Gut, dass es die die Kappellbrücke gibt, wo nur schon ein Gang darüber entspannt, das habe ich schon früher als ich noch als gelernter Maurer gearbeitet habe, gemerkt. Nun muss ich noch ins Migros einkaufen gehen.

Gerade hast Salat, ein spezielles Brot und Avocados eingekauft. Welches ist neben der Musik deine grösste Leidenschaft und welches sind deine besten und schlechtesten Charaktereigenschaften?

Ich koche gerne und schaue beim Einkauf auf regionale und saisonale Produkte, bin aber kein Vegetarier. Ich bin ein Migroskind, finde den Genossenschaftsgedanken Duttwylers als Sinnbild der Schweiz gut. Tanzen liebe ich. Vom Charakter mag ich an mir meine Lockerheit, alles nicht so ernst zu nehmen und das Soziale, das mir die Familie mitgegeben hat.

Als Chef der Band habe ich das letzte Wort und will manchmal zuviel auf einmal und finde alle sollten ebenso schnell denken und handeln wie ich. Ich bin aber nicht die Madonna der Innerschweiz, gehe mit den Bandmitgliedern familiär um, den wir sind seit drei Jahren wöchentlich zusammen.

Deine Band ist in Zürich, gerade fährt der Zug nach Olten ab, eine Stadt, die du auch besingst, was wünschst du dir, sollte anders sein im Schweizer Musikgeschäft?

Ganz klar mehr Unterstützung durch die staatlich subventionierten Radios, die einfach zu wenig für die vielen Schweizer Mundartbands machen. Auch wünschte ich mir, dass die Schweizer die Qualität der Schweizer Musiker höher schätzen würden.

Ich habe Erfolg mit dem Singen in meinem Luzerner Dialekt, begann ursprünglich mit in Englisch singen, was mir heute beim Anhören die Tränen vor Lachen in die Augen treibt. Auch bin ich noch Dirigent der acapella Gruppe b-live. Die Schweizer Kultur ist sehr vielfältig und bin stolz und dankbar einen Teil davon sein zu können.

Der Regen lässt nach, Kunz geht zügig auf den Schiffssteg zu und wirft sich vor dem Inspirationsort eines seiner Song „Vierwaldstättersee“ in Kapitänspose.

 Du bist auf Tournee, Fans himmeln dich an, hast nie Angst vor dem Vergessen werden in zehn Jahren?

Ich habe keine Angst davor, den ich ich könnte ja dann auch auch was Soziales machen, Lehrer werden oder Kindergärtner. Ich bin ein Mensch, der im Moment lebt, geniesse das, was jetzt ist und will mit meiner Musik von der Innerschweiz auch noch den Rest des Landes erobern.Wir gehen im Herbst einen Monat ins Studio und das neue Album kommt Anfang 2017.

Kunz hält sich mit Joggen in Form, hat die Gitarre und die Musik als Mittel Frauen auf sich aufmerksam zu machen. Ueber welchen Weltschmerz oder Thema würdest du nie einem Song schreiben?

Ich bin kein Fan der Religion und bin nicht gläubig, obwohl ich in einem katholischen Kanton lebe und in der Schule einiges an Ritualen mitmachen musste. Ich glaube an das Gute und den Menschen. Ich komme aus einer Traumwelt, bin einem guten Haushalt gross geworden und hatte auch eine gute Verwandschaft. Ich sehe mich als einer, der vom guten Leben geküsst wurde und versuche als positiver Menschen auch das Positive mit der Musik weiterzugeben.

KUNZ HP

 

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