Wie der grüne Daumen die Welt vom Orient bis Okzident veränderte im Museum Rietberg

Von den Kakteen am See über die Bäume und Blumen im Rieterpark bis zur unterirdischen Geschichts- und Bilderausstellung, das Museum Rietberg Zürich präsentiert im Jahr des Gartens die grossangelegte Sonderausstellung „Gärten der Welt“ für die der Besucher einen Tag einplanen sollte.

Mit dem Trend „Urban Gardening“ die Städte zu begrünen, hat der Garten in den letzten Jahren als Ort des Verweilens, Beobachtens und der Begegnung wieder an Bedeutung gewonnen, nachdem die Schrebergärten dem Wohnunsgbau weichen mussten. Oder wie Co-Kurator Dr. Hans von Trotha in der Führung wizelte „Wenn die Welt der Politik brennt, haben die Gartencenter Hochkonjuktur“. Als Historiker hat er zusammen mit dem Direktor des Museums Albert Lutz in den letzten zwei Jahren die noch bis zum 9. Oktober dauernde Ausstellung im Museum Rietberg entwickelt und die erzählt in den Museumsräumen 30 Geschichten über Gärten.
 Diese würde es nicht geben, hätten sich der Westen und der Osten nicht ausgetauscht, schliesslich beginnt alles in Aegypten, dann kommen die Perser. Diese gehen nicht wie wir in den Garten um zu schauen sondern um zu philosophieren oder die Hitze des Sommers auszuhalten.
In unserer Kultur ist der Kreuzgang in den Klöstern des Mittelalters der Beginn der Gärten und schon damals und sicher vor allem später mit den Parks war dieses Grün vor dem Haus, der Wunsch eine bessere Welt zu kreieren, um  sich zu verlieren oder den Zyklus der Wiedergeburt zu studieren. Besonders in der Renaissance mit der Villa entstand ein Haus, das keine Landwirtschaft hatte aber einen Garten, wo im Barock, man erinnere sich an Versailles, mathematisch genau Wege und Beete angelegt wurde und Pflanzen gezüchtet wurden.
Die Chinesen nahmen das alles lockerer und wollten vor allem entspannen zwischen ihren Bonsais und bei den Engländern gaben die Künstler und Literaten den Ton an, wenn es hiess kilometerlange Parks, die Geschichten erzählen, anzulegen.
In der Schweiz war besonders der Berner Maler Paul Klee vernarrt in den Garten und bildete stark reduziert Pflanzen und Naturformen ab.
 Die Museumsaustellung zeigt Bilder, Ornamente, Installationen, Spezialanfertigungen, 3D Animationen usw.  Viel Informationen, danach braucht es Entspannung.

Der Rieterpark

Bereits vor der Tür des Museums wachsen auf einem Holzgerüst Kräuter aus aller Welt und das sinnliche Erleben über die Nase, die Hände und Augen bietet der Rieterpark. Hier kann man sich unter die Riesenbäume setzen, der Blumentorte zu schauen oder eine der zahlreichen Veranstaltungen besuchen.

 

Am Ende des Parks führt der Weg über die Strasse zu den Skukkuletengärten. In Zusammenarbeit mit der Stadt Zürich haben die Gärtner eine Ausstellung über die Beschäftigung mit Kakteen und Sukkulenten vom 16. Jahrhundert bis heute geschaffen.
Wen jetzt die Füsse schmerzen oder der Durst plagt, dem sei das Museumscafe empfohlen, den der Quinoa Salat mit Kichererbsen und Canberries schmeckt und schliesslich hat für uns Schweizer noch mehr als andere Kulturen, der Garten einen Nutzen zu sein, das Essen liefern.
Veranstaltungen:
 Zum Museum Rietberg fährt Tram 7  Richtung Wollishofen
Käutermarkt 16.5. 10-17 Uhr
Gartenfest 25/26.6. ab 11 Uhr
Afternoon Tea und Führung 17.7 und 21.8. 14-17 Uhr
Tipp: Einen Tag einplanen, frühzeitig anreisen, da im Museum die Räumlichkeiten der Ausstellung recht eng sind und gute Schuhe für den Park, Sommerhut oder Regenschirm und viel Muse mitnehmen

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