Charlies World in Corsier sur Vevey

 

Es seien seine 25 glücklichsten Jahre seines Lebens gewesen, hatte Charlie Chaplin kurz vor einem Tod am 25. Dezember 1977 gesagt, die er in Corsier verbracht habe. Nun bringt der Bus 212 ab dem Bahnhof Vevey die Besucher ins Museum „Charlies World“ oberhalb des Genfersees.

Architekt Philippe Meylan aus der Schweiz und der Museumdesigner Yves Durand aus Kanada haben 7 Jahre geplant, damit der Gastgeber Charlie und der Vegabund Tramp ihr Erbe zeitgemäss multimedial zeigen können. Zuerst wird der Besucher in einen Kinosaal mit roten samtenen Sesseln gebeten, wo ihm ein Kurzfilm mit der Biografie des Künstlers gezeigt wird, bis sich die Leinwand hebt und der Rundgang beginnt an der nachgebildeten East Lane in London, wo Charles Spencer am 16.April 1884 da Licht der Welt erblickte in einer kleinen Wohnung ohne Luxus.
 Wie später überall laufen hier auf eingebauten Leinwänden in der Kulissen Filmausschnitte und sind nicht immer dreisprachige Infotafeln an den Wänden angebracht. Der Gang geht weiter zu einem Zirkus mit den Vorbildern am Anfang seiner Kunst, die anderes als damalige Komiker war, weil sie Slapstick, Pantomime und Charakterstudie in einer Figur vereinte.
Doch der Tramp mit der Melone, Stock, kurzer Hose, maroden Schuhen und Schnurrbart war noch nicht geboren als Charles Chaplin, wie er sich damals nannte nach New York übersiedelte. Der Vagabond mit dem gelenkigen Körper, den schnellen Füssen und dem gänseartigen Schritt kam er später, aber nicht die Beliebtheit bei den Amerikaner, die war von Anfang an da.
Der Stummfilm sei eine grosse Schönheit der Stille hat Chaplin gesagt und er erkannte früh, dass die damalige neue Kommunikationsform von Kunst seine erfolgreich machte und so gründete er sein eigenes Studio, welches im Untergeschoss des Kinos nachgebaut ist.
Hier erfährt der Zuschauer, wie das Genie seine 17 Filme im eigenen Studio drehte anhand von Ausschnitten und Nachbildungen und wie er als Regisseur, Drehbuchautor, Schauspieler und Musikkomponist arbeite, um den Wunsch der Held seiner eigenen Filme zu sein, zu verwirklichen.
Nach dem Studio geht es im Untergeschoss eine Art Strasse entlang, wo rechts und links Szenen aus den Filmen nachgebaut sind mit Wachsfiguren
oder in Schaufenstern die Oscars oder der Orden der Königin von England zu sehen sind.

Das Wohnhaus

Charlie Chaplin hat das 20. Jahrhundert des Films geprägt wie Pablo Piccaso die Malerei und als er 1952 das Manoir le Ban in Corsier bezog, war seine Karriere als Stummfigur zu Ende, aber nicht die Familienplanung und das Schreiben. 8 Kinder haben das Licht der Welt oberhalb Vevey erblickt und waren seine Zuschauer seiner Spässe, doch nur zeitweise. Oft hies es für die Kinder sehr leise zu sein, den Schnee als Sinnbild der Reinheit vor dem Fenster nicht zu betreten und im obersten Stock des 15 Zimmer umfassenden Hauses zu spielen, den Charlie Chaplin schreib seine Erinnerungen auf.
Neben einigen Zimmer, die renoviert worden sind, lohnt sich auch der Gang durch den Park mit den jahrhundertalten Bäumen.
45 Millionen hat das Museum gekostet und wurde neben Privaten auch von Nestle unterstützt.Die 4 Hektar grosse Anlage, die als Charlies World versucht die Kunst, das Genie, den Vater, den Ehemann und Mann als eine der wichtigsten Künstler des 20. Jahrhundert bei einem Rundgang von 2,5 Stunden wieder zum Leben zu erwecken, lässt den Zuschauer mit einem Lächeln zurück, dem Geschenk Charlie Chaplin an die Menschheit.

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