Herzroute Laupen – Romont: Geschichte und viel Natur

Zwar verbindet die Herzroute Laupen nach Romont vier historische Städte, doch der grösste Teil führt durch die verkehrsarme Landschaft von vier Kantonen. Wer Wald, Wiesen, Naturschutzgebiete und Tiere mag, ist mit diesen 63 km gut bedient.

Nach der Ankunft am Bahnhof Laupen empfiehlt sich ein Gang durch das historische Städtchen. Bei der Kirche geht man rechts weiter und kann dann die Treppe zum Habsburgerschloss aus dem 14. Jahrhundert gehen oder als Stärkung für die lange Velofahrt das Cafe Kreuzplatz aufsuchen. Die gelungene Mischung aus vielen Pflanzen, Kunst und dem Stadttor hat viel Stimmung.
bevor beim Gasthof Bären neben der Post der Flyer bezogen werden kann
und die Route 99 beginnt
mit der Ueberquerung der Brücke, wo die Sense fliesst und schon bald zeigt der Wegweiser ins Naturschutzgebiet, wo die Saane plätschert und die üppigen Bäume und Sträucher der Auenlandschaft ein Dach blieben, unter dem wir durchfahren bis zum Naturschutzgebiet Auried, das von nationaler Bedeutung ist, weil es hier 8 Amphibienarten hat und ein Rastgebiet für eine Vielzahl von Vogelarten ist.
Dann geht es bei Kleinbösingen in Deutschfreiburg steil bergauf und wir fahren durch das hässlich überbaute Gurmels bevor ein Höhepunkt folgt.
Mit Blick auf den künstlich geschaffenen Schiffenensee mit seiner Staumauer folgen die Dörfer und drei Schlösser und wer Glück hat, trifft in Barbarche den Ex- Bundesrad Josef Deiss auf seinem Spaziergang, bevor wir den Blick von den Berner Alpen wechseln und fortan den Chasseral von Weitem erblicken, während Freiburger Dörfer, die bald französische Namen haben wie Cressier folgen. Hier geht es zum ersten Mal über Naturstrasse und es empfiehlt sich, diese ganze  Route nicht an Tagen nach heftigen Regenfällen zu machen, da die Schlaglöcher gross sind und noch nicht ausgebessert.
Münchenwiler ist eine bernische Exklave und das Schloss ist nicht nur die einzige Akkuwechselstation sondern auch ein romantischer Platz für die Cafe- oder Essenspause auch wenn die Preise hoch sind.
Zur Herzroute gehört nicht nur Natur sondern auch dies. Unweit des Schlosses donnert und lärmt es in der Wiederverwertungsanlage und es stinkt. Doch auch unser E-Bike wird wohl in seinen alten Tagen hier mal in seine Teile geteilt und weiter verwertet.
  Nach einer Rechskurve fällt der Blick auf eine der schönsten Gegenden der Schweiz Murten.
Zwar führt die Herzroute durch das historischen Städtchen, aber nicht am See entlang. Ein Absteigen und die Ringmauer oder die vielen kleinen Geschäfte in den Gassen besuchen, lohnt sich auf alle Fälle, den bald ist die Zivilisation weit weg und die Natur hat wieder Oberhand Richtung Avenches.
Aventicum wie Avenches während der Römerzeit hiess, hat einige gut erhaltene Bauten von damals und die Herzroute führt geradewegs an ihnen vorbei, während in der Arena für das Open air geprobt wird.
Wir sind im Kanton Waadt und die Boyeebene ist dünn besiedelt mit Landwirtschaft oder Dörfern
und die Weite dieser Westschweizregion bis nach Frankreich ist auch dank des sehr spärlichen Verkehrs ein Genuss.
Also wieso nicht ein Rast auf einem der zahlreichen Bänkli im Schatten machen, den bald wird es steiler, aber für Vogelliebhaber interessant, den in der Nähe von Montagny hat sich eine ganze Storchenkolonie ihre Sommerresidenz ausgesucht.
Mit dem Eintritt in den Kanton Freiburg fährt man wieder auf einigen Kilometern der insgesamt  9,5 km Naturwege und die führen durch den Wald mit Bach in den Greyerzbezirk. Hier sind nicht alle Wege gut beschriftet und eine zweite Karte zu den Wegweisern ist von Vorteil.
Die Zeichen des Spätsommers mit dem Getreide schneiden bei den Bauern sind die letzten, bevor die Vororte von Romont die Natur verabschieden.
Romont ist der Hauptort des Glanebezrikes im Kanton Freiburg und liegt auf einem Hügel. Knallhart führt die Herzroute diesen hoch und die Unterstützung High und sehr viel Schnauf sind gefragt, bevor das Kopfsteinpflaster des historischen Städtchen unter dem Pneu rattert und der Abgabeort ein Brockenhaus Coup d Pouce mitten im Ort nach  4 Stunden und 63 km gerne gesehen wird, auch wenn diese Route wenig grosse Anstrengungen hat und für jedes Alter geeignet ist.

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