Die Essenz des Lebens – Essen im Museum Alimentarium

Nach einer neunmonatigen Umbauzeit zeigt das Alimentarium Museum in Vevey als Zentrum für Essen und Ernährung Ausstellungen und neue Räume zum sich informieren, geniessen, spüren und entspannen direkt am Genfersee.

Es ist heutzutage gar nicht so leicht als Koch Gäste einzuladen, den ob Veganer, Vegetarier oder Fleischesser, die Geschmäcker sind verschieben und die Diskussionen um die Frage, was gutes Essen ist, nimmt teilweise groteske Formen an. Auch kamen mit dem stetig wachsenen Ausländeranteil in der Bevölkerung viele exotische Zutaten hinzu. Ich mache mich auf die Suche nachdem Bereich Essen, Gesellschaft und Körper, die das Museum Alimentarium vertieft durchleuchten will.
Das Museum Alimentarium liegt etwa 15 Minuten vom Bahnhof Vevey entfernt am Genfersee und ist alleine schon von seiner Lage eine Reise wert. Gehen sie gerade vom Bahnhof direkt an den See und wenden sie sich beim Schiffsteg nach rechts Richtung Montreux bis eine Gabel im See ihnen den Weg weist und wenn sogar Charlie Chaplin vor dem Haus sie anlächelt, sind sie angekommen.
Bereits neben den Stufen zum Eingang geht es um das, was wir dem Körper zufügen, den beidseits der Treppen wächst ein Garten mit Gemüse und es hat Platz zum die Sonne, die grandiose Aussicht auf den See oder einen Kaffee zu geniessen.
Der Spruch „Ich bin, was ich esse“ trifft auf die neue Dauerausstellung des Alimentariums zu, die die Essenz des Lebens das Essen und den Körper in all seinen Funktionen, dessen gesellschaftliche und geografische Verortung mit den Themenbereichen Essen, Gesellschaft und Körper darstellen will.

 

Die Schaukästen dazu sind recht klein, dafür die Technik davor umso grösser. Dutzende von Displays in drei Sprachen fordern den Besucher auf einen Knopf zu drücken, um sich dann mit dem kurzen Abschnitt zu informieren über die Produktion, Beschaffung, Transport, Veredelung, Konservierung und Zubereitung der Speisen. Alles ist sehr modern gehalten und wirkt auf den ersten Blick etwas steril.

 

Doch allmählich geht es spätestens nach der Ecke der Industraliserung, wo sich jeder ertappt, wieviel er eigentlich solche vorgefertigten Produkte vom Schokoriegel bis zur Suppe zu sich nimmt, eine Etage höher……
und die wirft den Besucher auf sich selbst zurück auf den Körper, die Sinne und Verdauung. Alle drei Gebiete sind zwar zutiefst menschlich, aber werden je nach Religion und Moral, Modetrends als Essgewohnheit anders interpretiert.
Auch hier wieder Technik und Displays in Massen, aber auch eine lustige Installation wie den Darm, durch den man gehen kann und sieht, was er wo verarbeitet.
Wie das Hirn auf das Essen reagiert, wie wir mit dem Essen das Riechen und Schmecken lernen und die fünf Sinne und die Haut darauf reagiert, sind weitere Themenbereiche dieser Etage.
Soviel wissenschaftliches Wissen auf einmal macht Lust es auch praktisch am eigen Leib zu erfahren, deshalb geht es mit dem Lift wieder ins Erdgenoss, wo der Koch in der offenen Küche das Mittagessen zubereitet.
In der Lounge kann man anschliessend sei Dessert essen oder können Kinder, für die übrigens auch Kochkurse angeboten werden, spielen.
Seit dressig Jahren widmet sich das von Nestle mitfinanzierte Alimentarium Museum dem schönsten Aspekt des Lebens, dem Essen und hat mit dem Umbau den Sprung in die Neuzeit mit viel Digitalem geschafft. Das Museum ist also weiterhin ein Pionier als Informationsquelle und Plattform ganz nah am Lebenquell, ganz nah am Essen.

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