Alberto Giacometti – Material und Vision im Kunsthaus Zürich

Zum 50. Todestag des einzigen Schweizer Künstler vom Weltrang zeigt das Kunsthaus Zürich zum ersten Mal den ganzen Alberto Giacometti mit 250 Werken vom 28.10.- 15.1.17. 75 Gips aus dem Nachlass des Künstler aus Stampa wurden restauriert und ihre Zerbrechlichkeit bildet den Mittelpunkt der Ausstellung, die auch im Ausland für Aufsehen sorgen wird.

Alberto Giacometti arbeitete sein Leben lang wie ein Bessener und das Ausschlachten des Erfolges war ihm in seinem Atelier in Stampa und Paris egal, das machen nun die Käufer heute, die Unsummen für seine Bronzefiguren ausgeben. Was aber fast niemand weiss, Alberto goss keine Bronze in seinem Atelier, das geschah von Fremden ausserhalb, er arbeitet vor allem mit Gips. Zuerst wurde die Figur im Ton geformt, dann im Gips gegossen und dann musste alles schnell gehen, den die Luft trocknete schnell. Doch die Hände des Schweizers packten den Spachtel und der weiche Gips wurde geritzt, modelliert und feucht gehalten mit nassen Tüchern, den oft überkam es Alberto tags später und die Fantasie wollte ganz etwas anderes, Also veränderte Giacometti abermals den Gips, davon zeugen die groben Eingriffe mit dem Messer auf den restaurierten Gipsen. Manchmal wurde dieser sogar zersägt und von der Figur nur ein Teil verwendet.

Die Ausstellung „Material und Vision. Die Meisterwerke in Gips, Stein, Ton und Bronze“ zeigt wie der Bergeller mit dem Material umging und es bearbeitete. Das Material Gips war für Alberto Giacometti weit mehr als eine Zwischenstufe zwischen Tonmodell und Bronzeguss, den Gips lässt sich bemalen.

Kurator Phillippe Büttner hat 6 Jahre an dieser Ausstellung, die zu einem Besucherrekord führen wird, zusammen mit der Mannschaft der Restauration gearbeitet und die Fülle von 250 Werken hebt Alberto Giacometti auf die Stufe eines Jahrhundertkünstlers und der Besucher kann erstmals das ganze Werke bestaunen.
Das wurde auch dem Fotografen Peter Lindbergh bewusst, als er die Restaurierung besuchte und als Star unter den Fotografen die Kamera zur Hand nahm und die Werke für Ausstellung fotografierte. Seine Aufnahmen sind den auch eine der wenigen Bilder in einer Ausstellung, die sich sehr der Skulptur und dem Arbeitsprozess widmet.

Infos zur Ausstellung

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