Chris de Burgh – Ode an die Romantik im Kaufleuten

Chris de Burgh war beim ersten Zermatt unplugged im Wallis dabei vor acht Jahren und in diesem Jahr verzauberte der Ire im besten Alter mit leisen Tönen und poetischen Worten die Besucher des Zermatt unplugged Kaufleuten in Zürich am 27. Oktober, doch es gab auch Misstöne.

Der Nebel legte sich um die Strassenlichter, als Chris de Burgh zwei Stunden vor Mitternacht ohne Begrüssung an seiner Elektrogitarre ein leises Lied anstimmte und in den nächsten 90 Minuten den Soundtrack für einen romantischen Herbstabend für ein Publikum ab 45 Jahren legte. Obwohl der Ansager, die Zürcher gebeten hatte, leise zu sein, denn die Poesie des scheuen Iren entfaltet sich im Stillen, sprachen Damen drauflos und störten noch oft.
Chris de Burgh begrüsste bald darauf seinen Pianisten Nigel Hopkins und mit 200 Golden-, Platinauszeichnungen und einem Fundus von 400 geschriebenen Lieder war es nicht schwierig die kommenden Minuten mit den romantischen Liedern bis in die Anfänge seiner Karriere in den siebziger Jahren zu füllen. Seine einzigartige Stimme ist ein Merkmal, das auch im Alter nichts von seiner Kraft verloren hat, im Gegensatz zu seiner Inspiration. Als er das neue Material aus der aktuellen Scheibe „a better world“ anstimmte, wurde auch dem letzten Hörer schmerzlich bewusst, die haben alle die Kraft von früher verloren, kommen leer rüber.
Seine leisen Ansprachen passten zur Harmonie seiner Folk und Popsongs, leider sprachen dann die Zürcher in die hinteren Ränge wieder drauflos, doch der Singer/Songwriter machte weiter und die verliebten Paare kuschelten einander, die Singles wurden schwermütig, denn es lag soviel Liebe und Frieden in der Luft, dass einem Warm oder Schwer ums Herzen wurde.
Chris de Burgh ist auch ein guter Geschichtenerzähler und das Publikum applaudierte seiner weisen Worte wie „whats the wisdom of a war“ spontan mit Applaus.
Im letzten Drittel kurz vor halb zwölf Uhr gab es dann ein Hit nach dem anderen wie in den 80ier Jahren als Chris de Burgh Stadien füllte, doch der Höhepunkt war eine Nummer, die er in der Schweiz geschrieben hatte „Borderline“ und die Zugabe fasste nochmals den Abend zusammen „High on Emotion“ – Ein Hoch der (romantischen) Gefühle für Kraft gegen die Kälte der Grossstadtstrassen um Mitternacht.

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