Culture Club – das Comeback des Jahres an der Baloise session

Zwar ist die 31. Ausgabe der Baloise session 2016 noch im vollen Gang, doch das Konzert von Boy George und seiner Band Culture Club gehört schon jetzt zu den Höhepunkten. Die Geschichte von einem Mann namens Boy geht weiter, dabei war lange Zeit nicht klar in welche Richtung.

 

Letzten Sonntag verstarb der Dead or Alive Sänger Pete Burns, ein Weggefährte von Boy George in den 80er Jahren. Auch Boy George war oft nach den Höhepunkten Anfang der 80er Jahre nahe dran, sich selbst zu zerstören, doch seit drei Jahren macht der sichtlich erschlankte Engländer keine Negativschlagzeilen mehr, den er weiss, will er den Ruf und Ruhm vergangener Tage retten, muss er alles auf die Karte Musik setzen. Zuerst mit der guten Solocd „This is what i do“, nun seit vergangenem Sommer mit einer hundert Städtetour durch Asien, Australien und Amerika mit Culture Club. Die ist so erfolgreich, dass sie nun fortgesetzt wird und Basel war der Start dazu.

Mit Ziegenbart, wenig Make-up, schwarzweissem Kleid und einem weissen Hut, so betrat Boy George als 54 jähriger Mann 34 Jahre nach Culture Clubs letzter Nummer 1 in der Schweizer Hitparade die Bretter von Basel mit „Church of a poison mind“. Dann folgten 90 Minuten Pop in Reinkultur, mit viel schwarzem Musikeinfluss. Von den 18 Songs waren sicher 80% Prozent Hits und Top Ten Plazierungen, die jeder kennt, weil sie Klassiker wurden und dauernd im Radio oder als Warenhaushintergrund laufen. Gute Voraussetzungen um das Publikum ab 35 Jahren bei Laune zu halten. Vom ersten Song an herrschte eine familiäre Stimmung und Plaudertasche Boy George witzelte dauernd mit den vordersten Rängen.
Die 3-4 Minuten Lieder wurden von den 13 Musiker druckvoll oder dann wieder sehr romatisch wiedergegeben und wenn Boy Georges Gesang etwas schwächelte im Mittelteil halfen die drei schwarzen Frauen mit Hammerorganen aus.
Doch nach einem Kostümwechsel drehte Boy George im letzten Drittel nochmals auf und seine Stimme füllte den Raum und im Publikum standen auch die hintersten Ränge an den Tischen auf und tanzten vergnügt.

Mit zwei Zugaben verabschiedete sich Culture Club und das Publikum schrei noch als die Lichter schon an waren.
Mit Culture Club als gute Liveband, die übrigens „Move away“ ihren letzten Hit vor der Trennung vor dressig Jahren in Montreux bei Claude Nobs schrieben, ist definitiv wieder zu rechnen. Wie hiess der Abend nochmals? Back to the Future.

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