Alpzyt – keine Ferien, aber schöner – neuer Film von Thomas Rickenmann

Drei Jahre nach seinem letzten Film über den Alpenaufzug dreier Familien in Erigsmatt (SZ), Altenalp (AI) und Engstligenalp (BE) kehrt der Dokumentarregisseur Thomas Rickenmann zu ihnen zurück und porträtiert den Alpensommer im neuen Film „Alpzyt – keine Ferien, aber schöner“, der am 13.Oktober in die Kinos kommt und bis dahin an exklusiven Vorpremieren gezeigt wird.

 

Bereits beim Vorgängerfilm “zAlp” hatte ich das Gefühl, warum tue ich es mir als Typ aus dem Mittelland  verstopfte Züge, Wohnungsdichtungsbau und Menschenmassen an. Ging es Ihnen Thomas Rickenmann als Wattwiler auch so, als sie nach drei Jahren wieder im Alpstein, der Zentralschweiz und  dem Berner Oberland die bereits gezeigten Familien für den neusten Film  “Alpzyt” besuchten und Frieden erlebten?

Ja das kenne ich, weit weg vom Stress geht es mir am besten. In Tal unten bewegen wir uns im Schnellzugstempo vorwärts, auf den Alpen oben hat man das Gefühlt die Zeit steht still. Erholung pur!


 Sie blieben einen Sommer bei den Familien, wurden Freunde. Wie bewahrten Sie die gewisse Distanz für das Dokumentationsfilmen?

Alltägliche Situationen wo die Älplerleute Hilfe brauchen konnten und ich mit der Kamera nebenan stand, waren herausfordernde Momente.

Ihre Aufnahmen von der Landschaft rauben einem den Atem, aber auch sonst waren ja die Gebiete nicht gerade leicht zugänglich. Mit welchen Schwierigkeiten mussten Sie von technischer und menschlicher Seite fertig werden?

Eine Alpabfahrt in einer steilen Felswand alleine zu filmen ist sehr anspruchsvoll. Wenn dann noch 30 Zentimeter Neuschnee liegt, wird’s umso schwieriger. Ich möchte nicht, dass eine Szene nur für den Film wiederholt wird. Da braucht es eine sehr gute körperliche Kondition. In der Jugendzeit nahm ich an nationalen und internationalen Bergläufen teil. Dies kommt mir nun zugute.

Wodurch unterscheiden sich die Berner von den Alpstein und Interschweizer Alpenbauer?

Es gibt viele Unterschiede in der Art der Bewirtschaftung der Alpen. Aber auch bei der Alpabfahrt sieht man deutliche Unterschiede. Im Berner Oberland tragen die Kühe die Glocken über die ganze Wegstrecke. Im Appenzellerland werden die grossen Glocken auf dem ersten Teilstück von den Sennen getragen. Die Unterschiede der drei Alpen machen den Film ALPZYT besonders interessant.

Ein Sommer ohne Handy und jenseits der Waldgrenze verändert einem. Was haben sie mitgenommen und noch heute in Ihrem Leben verändert?

Jedesmal wenn ich „z’Alp“ gehe, merke ich mit wie wenig man eigentlich zufrieden sein kann. Auf den Bergen spüre ich die innere Erfüllung ganz stark. Diese Gefühle versuche ich in den Alltag mitzunehmen.

„Alpzyt“ wird wie alle Filme von Ihnen wieder ein Megaerfolg. Eine grosse Karriere, die mal als Elektriker begann, trotzdem irgendwann wird das Alpenthema ausgereizt sein, wie geht es weiter mit dem Filmen?

Das Bedürfnis schöne Natur, Traditionen und Brautum der Schweiz zu sehen, ist meiner Ansicht nach unerschöpflich.

Es gibt immer wieder neue Perspektiven auf bekannte Themen. Ich sehe es als eine Stärke von mir die neuen Winkel zu suchen und in Filmszenen zu setzen.

Mein neues Filmprojekt heisst BLOCH, und kommt im Januar 2018 in die Kinos. Über eine wunderschöne, urtümliche Tradition im Appenzellerland.

Vorpremieren

03.10.2016 – 20:30 – Kino Rex, Thun

04.10.2016 – 20:15 – Kino Roxy, Signau

05.10.2016 – 20:15 – Cine Rex, Adelboden

06.10.2016 – 20:30 – Movieworld, Spiez

07.10.2016 – 20:15 – Cinetreff, Herisau

09.10.2016 – 11:00 – Schlosskino, Rapperswil

09.10.2016 – 17:00 – Cinewil, Wil

10.10.2016 – 20:15 – Cineboxx, Einsiedeln

11.10.2016 – 20:15 – Kino Passerelle, Wattwil

12.10.2016 – 20:00 – Scala, St. Gallen

13.10.2016 – 20:15 – Kino Madlen, Heerbrugg

14.10.2016 – 20:15 – Kino Rosental, Heiden

16.10.2016 – 11:30 – Kino Bourbaki, Luzern

16.10.2016 – 17:00 – Liberty Cinema, Weinfelden

Thomas Rickenmann wird bei den Vorpremieren anwesend sein.

Infos zum Film

Alpzyt