Grand Mothers Funck – Take the money und tanzt den Funk

Die Burgdorfer Band Grand Mothers Funck kanns einfach nicht lassen und schickt ohne musikalischen Firefanz auf der neuen CD „Take the money“ auch im 23. Jahr ihrer Bestehung den warmen Sound des 70ier Funks gemischt mit Neuem unters Volk. Saxophonist Daniel Bohnenblust ist auch wieder dabei und steht im Interview Red und Antwort.

 

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23 Jahre nach der Gründung gibt es Euch als Burgdorfer Funk Band immer noch, also macht Ihr es nicht des Geldes wegen wie der Titel der neuen CD “Take the money” vermuten lässt?

Nein, des Geldes wegen, spielt man, zumindest in der Schweiz, keinen Funk oder Soul, und schon gar keinen Jazz. Da muss man schon etwas getrieben sein, um den Aufwand einer neuen Produktion wieder auf sich zu nehmen. Mir macht es aber immer wieder grossen Spass, neue Stücke zu komponieren, diese mit der Band einzuproben, und sie dann Live umzusetzen.

Der Titel „Take The Money“ und auch der Geldscheissende Hund, sind Inhalt zweier Stücke auf der CD. (In „ The Dog  und „ Confessions…) Es handelt sich dabei um Themen wie Lohnungleichheit oder dass einem mit einem Mal alles Geld genommen wird, wenn man nicht tierisch aufpasst, wie ebern unser süsses Hündchen.

So wie der Hund nun aussieht, kann es auch ein Symbol sein, für die Machtgier überall auf der Welt, von Tyrannen, welchen das viel Geld schon hintenraus drückt, und es ja mit niemandem teilen wollen.

Das Hundeli hat übrigens Bernard Bamert illustriert, der viele Jahre bei uns Posaunist war.

 

 

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Du Daniel Bohnenblust bist als Bandleader wieder neu bei GMF, was hat Dich wieder zur Urformation gezogen?

Ich brauchte nach ein paar sehr intensiven Jahren mit GMF eine Pause für meine Familie, und war auch interessiert, mich mehr anderen Silrichtungen und Bands zu widmen. (Afrobeat mit The Faranas, oder Jazz mit Stewy von Wattenwyl)

Als es vor ca 2 Jahren einen grösseren Wechsel bei GMF gab, die beiden damaligen Bläser sind aufgestiegen, fragten sie mich, ob ich wieder einsteigen möchte. Ich habe mich sehr gefreut und mich sogleich ans Komponieren gemacht. Als einziger Bläser habe ich nun mehr Platz, mich solistisch auszutoben, und habe neben unserem Sänger Rich auf dem Sax wieder mehr eine Leaderposition, was mir sehr viel Spass macht

Und natürlich war es auch ein Zurückkommen zu meiner alten Liebe. Wir haben ja so viel gemeinsames Erlebt, in einem Alter, wo halt so richtig abgeht! Es war sehr erstaulich, wie das einfach so funktioniert hat mit den neuen Stücken die ich gebracht habe: Ich habe ihnen meine Ideen kurz erklärt, und ab ging die Post. Ich denke, dass es Stilistisch sehr gut zu dieser Band passt, weil die Musik ehrlich und ungekünstelt daher kommt.

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 Mit GMF wird sofort das Stichwort tanzen verbunden. Ist der Sound von “Take the money” neumodisch technisch oder auch etwas retro?

Heutzutage ist ja Retro und Neumodisch nicht einfach so klar zu Trennen. Vieles was neumodisch technisch daher kommt, ist einfach was schon längst erfundenes, was einfach ein bisschen aufgepimt wurde. Oder vieles wird ganz bewusst in einem Retro- Stil präsentiert. Das hat sich alles arg durchmischt. Was eigentlich auch gut finde, weil man einfach das machen soll, was einem am Herzen liegt. Und genau das haben wir mit dem neuen Album gemacht. Zu bestimmen, ob das nun Retro oder Neumodisch ist, ist schlussendlich auch nicht Sache der Musiker.

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Am 20. Januar gibt es das erste Konzert in Mühle Hunziken Rubigen, danach seit ihr als siebenköpfige Band auf Tournee. Wenn Du das Musikgeschäft heute ansiehst, verlierst Du als Saxophonist nicht manchmal den Mut, wenn ihr auf den Steamingdiensten der Jungen nicht mehr zu finden seid?

Ja, dass ist schon sehr schwierig und auch aufwändig geworden. Wenn man sich da wirklich Gehör schaffen will, ist das schon ein Vollzeitjob alleine. Aber wir tun unser Bestes, möglichst breit Aufmerksamkeit zu erregen. Zudem denk und hoffe ich, dass sich Gutes auch weiterspricht, und wenn wir das Glück haben, dass eine gewisse Eigendynamik entwickelt.

Hattet ihr bei “Take the money” das Publikum bei der Herstellung im Hinterkopf oder sagt ihr euch, zuerst muss es uns gefallen, dann überträgt sich der Funken auf das Publikum?

Ich habe beim Komponieren höchsten das Publikum im Kopf, wie es dann, wenn wir auf der Bühne abdrücken abgeht. Aber schlussendlich muss es uns Spass machen, was dann auch von der Bühne runter wirkt. Ich denke, dass uns ein sehr abwechslungsreiches Album gelungen ist, das sowohl beim Anhören, wie auch Live gut funktioniert.

Wir sind jedenfalls sehr gespannt auf die Reaktionen!

 

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Grand Mothers Funck sind ab 20. Januar auf Tournee, nähere Information und Band, Cd und Tournee hier

 

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