Photo 17 Zürich – mehr als Schnappschüsse in der Maag Halle

Vom 6. bis 10. Januar findet mit der Photo 17 in Zürich die wichtigste Fotoausstellung der Schweiz statt, die angesichts der digitale Bilderflut Akzente mit neun Sonderausstellungen wie die von Médecins sans Frontiers über die Flüchtlingssituation in Tschad oder mit Porträts von Partienten und Mitarbeiter der integrierten Psychiatrie Winterthur setzt. Doch die grossen Stars, sind Fotografen aus der Zeit, als es noch keine Digicam und Internet gab.

 Anton Corbijn

Er kennt Coldplay, Frank Sinatra oder Herbert Grönemeyer. Der berühmteste Musikfotograf der Welt aus den Niederlanden hat mit seinen 62 Jahren besonders das visuelle Bild von U2 und Depeche Mode über 30 Jahre, das die Medien von den beiden Gruppen verbreitet haben, geprägt und auch das Plattencover von „The Joshua Tree“ oder “ Violator“ und andere gestaltet sowie das Bühnenbild und die Konzertfilme von Depeche Mode.

 

Martin Parr

Der Engländer hat Humor und ein Auge den Fokus auf ungeschönte Momente zu legen. Seine Arbeiten zu Themen wie Ueberalterung, Konsumsucht und Massentourismus und die hässlich Schönen von St. Moritz gingen um die Welt oder wurden in 50 Büchern von ihm veröffentlicht.

 

 

Walter Pfeiffer

Am Montag erhält der Zürcher Kunstschullehrer und Fotograf Walter Pfeiffer den Lifetime Award für sein Lebenswerk. Erst spät im Leben um die Jahrtausendwende sind seine Fotos zu Themen wie Männer, Mode, Sinnlichkeit und Schönheit für die Massen entdeckt worden, nachdem er jahrelang im Untergrund seine schwule Erotik dokumentiert hatte.

 


Nähere Informationen zur Ausstellung hier

 

 

Das Internationale Erzählfestival in Interlaken und seine spannenden Geschichten zum zweiten Mal

Es schneit, der Winter ist da, es herrscht genau die richtige Stimmung, um einander eine spannende Geschichte zu erzählen.  Vom 3. bis 5. Februar finden in Interlaken das 2. internationale Erzählfestival statt. Märchen- und Geschichtenerzählerin Doris Barrot verrät wie das Programm aussieht.

Doris Barrot, Sie sind Geschichten-  und Märchenerzählerin aus Interlaken. Was braucht eine Geschichte, damit Sie gut mit Ihrer Stimme vorgetragen werden kann?

Eine Geschichte sollte spannend sein, vom Leben erzählen und vom glücklichen Ende…. Dies alles finde ich in den Volksmärchen welche ich erzähle. In den Märchen gibt es meist einen Helden welcher sich auf den Weg macht. Diese Weggeschichten sind deshalb so schön weil sich häufig die Zuhörer darin selber erkennen oder jemanden kennen welcher….. Auch erzähle ich sehr gerne Weisheitsgeschichten, ich mag es wenn die Geschichte die Zuhörer zuerst zum Lachen und dann zum Nachdenken bringt. Ob das Märchen gut in meinen „Mund passt“ liegt dann an der Art wie ich sie bearbeite…. Ein Märchen im Buch ist auf eine Art tot und wird durch das freie Erzählen wieder zum Leben erweckt.

Zum zweiten Mal Anfang Februar versuchen überall in Interlaken 25 ErzählerInnen Leute mit Vorgetragenem in den Bann zu ziehen. Gibt es nur Märchen?

Es sind 34….  Die Märchen geben so viel und sind so unglaublich verschieden und vielfältig, dass die Frage ob es „nur“ Märchen gibt, für mich als Märchenerzählerin,  fast ein bisschen weh macht.

Aber nein, die Märchen, welche auch in Englisch und Französisch erzählt werden, werden mit Musik begleitet. Die Einheimischen Gruppen „tres Pesetas“ und „Filigrana“ werden jeweils am Samstag Abend und am Erzählbrunch die Märchen begleiten.

Neben der Emmentalerin Christine Brenner-Stettler hat es noch andere Frauen zum entdecken, welches sind Ihre Lieblinge?

Alle Erzählerinnen und Erzähler haben ihren persönlichen Stil und machen die Geschichten lebendig. Die Österreicherin Frau Wolle habe ich schon sehr oft gehört und auf sie freue ich mich sehr, doch auch auf die Erzählerinnen Kathinka Marcks und Georgiana Keable, welche ich noch nicht persönlich, kenne freue ich mich sehr. Ich bin sehr stolz darauf das es uns gelungen ist Georgiana für das Festival zu gewinnen, sie reist für das Festival aus Norwegen an. Auch die Schweizer Erzählerin Caroline Caphiagi ist für mich ein Ohrenschmaus und ganz besonders auch auf Ariane Racine welche aus der franz. Schweiz kommt.

Im Winter sind die Abende lang in der Provinz des Nordens. Haben Sie deshalb auch Deutsche und Norweger Autoren eingeladen?

Die Eingeladenen sind keine Autoren sondern Erzähler. Sie alle erzählen frei Volksmärchen aus der ganzen Welt. Der Zauber unseres kleinen, feinen Festivals liegt in der Vielfalt der Erzähler….. darum die Wahl der Erzähler…. auch hat jeder Erzähler seine eigene Erzählweise auch dies war ein Kriterium für die Auswahl. Nebst den Erzählern der Hauptbühne sind aber auch 25 Erzählerinnen und Erzähler aus der Schweiz mit ihrer Lieblingsgeschichte dabei. Diese werden am Freitag und Samstag Nachmittag auf der offenen Bühne aktiv sein. Am Freitag auch speziell für Familien mit Kindern geeignet.

Ihre Veranstaltung kam nur durch Geld von Privaten zustande. Warum hat sich die Stadt nicht daran beteiligt?

Dies ist so nicht ganz richtig. Die Gemeinde Interlaken sowie auch die Gemeinde Unterseen hat sich finanziell am Festival beteiligt. Ebenso Kulturförderfonds. Auf unserer Homepage können sie eine Liste der Sponsoren sehen.

Was aber richtig ist, es ist nicht einfach Geld für Kultur zu erhalten….

Zuhören von Worten kostet Kraft, gibt es auch Musik, die erzählt in Ihrem Programm?

Ja wie schon oben erwähnt werden zwei Musikgruppen die Märchen unterstützen und begleiten. So werden die Zuhörer von einer Geschichte in die nächste getragen. Dies ist wichtig damit Zeit bleibt um eine Geschichte im Kopf abschliessen zu könne und bereit für die Nächste zu werden.

Weitere Information zum Jungfrauerzählfestival hier