Osiris – das versunkene Geheiminis Aegyptens – Museum Rietberg

Während man bei uns Erde abtragen muss, um an die Geschichte des Landes zu kommen, offenbart das Meer östlich von Alexandria das Geheimis um die Gottheit Osiris. In 300 Exponaten zeigt das Museum Rietberg Zürich diesen ägyptischen Gott des Jenseits.

Bereits vor dem Museum Riteberg, das dieses Jahr seinen 65. Geburtstag feiert, stehen hinter Glas in Schutzkästen drei riesengrosse Funde aus den versunkenden antiken Städten Thonis-Heraklion und Kanopus. Frank Goddio ist Unterwasserarchäologe und vor zehn Jahren fand er und Mitglieder seines Europäischen Institut für Unterwasserarchäologie (IEASM) Ueberreste der im 8. Jahrhundert n. Chr. versunkenen Stadt.
Wir Besucher haben es leichter, müssen nur die Treppen runtersteigen und dann wird es dunkel wie am Boden des Meeres, wo viele Ueberreste der  Legende des Osiris liegen und seither geborgen wurden.
Die Legende von Osiris geht so, dass Osiris von seinem Bruder Seth getötet wurde und in Stücke geteilt. Osiris Schwester und Gattin Isis sammelten die Teile ein und fügten sie mithilfe ihrer göttlichen Macht wieder zusammen. daraufhin erwachte Osiris zum Leben und zeugte mit Isis den Sohn Horus.
Osiris ist deshalb der Gott der Wiedergeburt und Richter über die Toten und die Unterwelt. Die Toten müssen sich vor ihm verantworten, um dann ins Jenseits zu kommen.
Es ist also kein Pharao sondern wirkte 2000 Jahre später, aber sein Mythos und die Verehrung mit Büsten und Skulpturen war gross, zumal in Heraklion ja auch die griechische und ägyptische Gesellschaft aufeinandertraf.
Die Ausstellung auf 1300 m ist ein Gang zu den versunkenen Städten und Schauplätzen. Neben den Exponaten wird sehr viel mit Texten erklärt, das den Besucher ermüden kann. Wer einen Audioguide hat, hats leichter, aber auch das Betrachten der vielfältigen Handwerkskunst und die zeitlose Schönheit Osiris mit seiner Ruhe im Gesicht, ist nicht ohne. Der Mythos um diesen Gott ist komplex und trotzdem hatte er eine Funktion für die damalige Gesellschaft. Die Furcht vor Osiris  ist ja auch sowas wie die Angst vor dem Tod oder dem jüngsten Gericht und sie half die Gesellschaft zu formen und aus dem Mythos entwickelte sich die Theologie. Somit sind die Darstellungsformen aus Stein, Holz, Bronze aus dem Lehmboden des Meeres geborgen, auch Träger der Zivilisation.

Informationen zur Ausstellung hier

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s