2.Slow Food Market Bern – Messe für den guten gesunden Geschmack des Essens

Der Berner Stadtpräsident Alec von Graffenried erinnerte in seiner Eröffnungsrede zum zweiten Slow Food Market in der Beaexpohalle 4, dass ein Italiener diese Marktidee hatte, als Reaktion auf den ersten McDonald im Land. Somit wollen bis Sonntag 195 Produzenten aus dem In- und Ausland in Bern hinstehn und ihr Geschicht zeigen für ihr gesundes Essen mit viel Liebe zum Detail.

Bei der zweiten Auflage des Slow Food Market werden die Welschen verstärkt einbezogen und ihr Käse oder die Salami duftet schon von weitem. Auch gibt der Markt neben dem grösseren Rahmenprogramm neben der Slow Food Küche Kleinstproduzenten die Möglichkeit ihre Idee für ein gesundes Leben erstmals einem grösseren Publikum vorzustellen.
Alec von Graffenried ist auch der Begriff „Slow“ im Messetitel als Berner sehr sympatisch. Den diese Messe muss man mit leerem Magen besuchen und „langsam“ füllen mit all den Probierhäppchen an den Ständen. Frei von der Benützung des Handy oder TVs  neben dem Teller erfahren dann die Sinnesorgane des Besuchers, dass gutes Essen eigentlich nur gut ist, wenn es gut angebaut oder produziert wurde.
Fritz Reusser-Binkert wohnt im Eriz am Fusse des Honegg und hat Kühe, aber ein Problem. Ein Stück seiner Weiden ist zu steil für die Tiere. Seine Mutter hatte mal im Ausland von den Zwergzebus gehört. Eine bis 130 Zentimeter hohen Buckelrinderrasse aus Südasien. Seit 2010 hält er ein Paar dieser Tiere und stellt an der Messe erstmals das verarbeitete Fleisch vor, das 25% weniger Cholesterin als Rindfleisch oder sogar 40% weniger als Schweinefleisch in der verarbeiten Wurst für 12.– hat und sehr leicht mundet und an Wild vom Geschmack erinnert.
Nicola Glauser ist ein Mann mit einem breiten Lachen und einer geschickten Art, wenn es darum geht, Milchprodukte aus dem Belpberggebiet unter dem Label Jumi zu vertreiben in den örtlichen Restaurants, aber auch nach London oder Wien. In der fünften Generation wird an sieben Tage der Woche an verschiedenen Orten Rohmilch innerhalb von 24 Stunden verarbeitet zu Käsen mit poetischen Namen wie Aarewasser, Appenberger Mutschli, Belper Knolle oder Blauer Schnee.Diese Käse schmecken am besten mit einem Ligu Lehm  – einem Brot mit verschiedenen getrockneten Früchten.
Als Sozialwissenschaftlerin fehlte Barbara Schmid aus Rosshäusern irgendwann der Bezug zur Erde und sie lernte mit 33 Jahren Gemüsegärtnerin. In der Süri produziert sie seit letztem Jahr unter dem Namen Microgreens Keimlinge wie Kresse, Weizengrass oder Sonnenblumen. Die Beilage zu Smoothies oder Salaten oder zum Knabbern produziert sie biologisch als erstes Unternehmen der Schweiz. Wenn das Geschäft mal grösser wird, möchte sie Mitarbeiter, die einen betreuten Arbeitsplatz brauchen , um ihre Nerven durch die Arbeit mit der Erde zu beruhigen, einstellen.
Drei von vielen Beispiele vom zweiten Berner Slow Food Market, der das Lokale in den Vordergrund rückt und sich als Reaktion auf die überhandnehmende Globaliserung und Industralisierung im Lebensmittelbereich versteht.

Slow Food Market 10. – 12. März Bernexpo Halle 4

Weitere Infos zur Ausstellung

Hier noch die im Text erwähnten Produzenten

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