Die Wiedergeburt des David Bowie im Volkshaus – Space Oddity mit Double David Brighton

 Als David Bowie am 11. Januar 2016 die Augen für immer schloss, waren sich alle einig, da ist ein Ausnahmemusiker gestorben, den aber die wenigsten je live gesehen hatten und das die jüngeren Fans nun mit David Brighton in seiner Tributeshow im Volkhaus Zürich nachholen konnten.
 Ob U2, Madonna, Boy George bis R:E.M alle bejahten, die Frage zu Beginn in einem Einspieler, ob sie David Bowie irgendwie beeinflusst hatte, bevor sein Doppelgänger David Brighton „Young American“ anstimmte. Zackige Bewegungen nur mit dem Oberkörper, die Finger immer in der Luft und den fast gleichen Bass, das Double hatte das Original genau studiert und sang sich fortan zwei Stunden durch die Hits bis in die 90er, den Rest vom Idol bis dessen Tod an Krebs liess er weg.

„Fame“ war im ersten Teil der Show neben der extra eingeläuteten Hommage an die Space Oddity Zeit der Höhepunkt, indem die Band und der Sänger, die zum ersten Mal in der Schweiz auftraten, mit zu leisem Sound und der blöden Idee, ein Rockkonzert zu bestuhlen, zu kämpfen hatte.

Die Stimmung und Begeisterung schwankte beim mehrheitlich älteren Publikum und hielt sich im ersten Teil in Grenzen, doch alle blieben im halbgefüllten Volkshaus bis nach der Pause.
Für die Musikexperten sind David Bowies 80ier Jahre der Ausverkauf an den Kommerz, doch ohne Hits wie „Lets dance oder China girl“, die auch noch heute im Radio laufen, würde auch ein Genie wie Bowie vergessen gehen und würde es David Brighton nicht gelingen, die Stimmung gleich zu Beginn des zweiten Teil in eine Oldiedisco, wo viele das Tanzbein schwingten, zu verwandeln. Aber auch „Ashes to Ashes“ oder „Cat people“ eher abstrakte Nummer überzeugten. Das Eis war gebrochen, auch weil sich die fünf Musiker, die mit Bowie zusammengearbeitet hatten wie auch  Brighton als Musiker mit Können profilierten und Soloeinlagen spielten.
So war die Tributeshow ein Schwelgen in der Erinnerung und mach 40-jähriger hatte feuchte Augen. War David Bowie 1995 mit „Outside“ zum letzten Mal im Hallenstation gewesen, kehrte er im Geiste durch David Brighton fast wieder eins zu eins mit seinem Stil, Gestik, Minik und Stimme im Volkshaus zurück. Die Legende lebt weiter.

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