Anastacia und Stefanie Heizmann bei moments of music Kursaal Bern

Obwohl Stefanie Heizmann und Anastacia mit ihren letzten Alben hinter den früheren Erfolgen zurückblieben, gaben sie am zweiten Abend von moments of music im Kursaal Bern Live-Frauenpowervollgas.

Nach „Bära“ seien sie gereist, um das erst zweite Konzert dieses Jahres ihres Schätzli aus Visp-Eyholz zu sehen, gaben die Walliserfrauen im Lift zum fünften Stock der Kursaalarena zum besten. Sie war nicht ausverkauft, doch besser besucht als der Donnerstagabend. Die 28jährige Stefanie Heizmann neu mit blonden Haaren versuchte in den ersten Minuten und später noch oft gegen das zu laute Schlagzeug anzusingen mit der Soulstimme, mit der sie vor zehn Jahren den Sieg bei der Stefan Raab Castingshow nach Hause ins Wallis brachte. „My man is a mean men“ war den auch der Höhepunkt, obwohl es bereits ab dem fünften Song ab ging und die Temperatur im Saal stieg.

Wo Stefanie ist, ist Bruder Claudio nicht weit und der ist für das Liederkomponieren zuständig. Doch wie bereits Chris von Rohr anlässlich der Swiss Music Award Verleihung an Stefanie hinter den Kulissen über das letzte Album kritisch anmerkte, fallen dem Mann keine Hits mehr ein. Der Mittelteil des Konzerts lieferte dann die Tatsachen. Die Lieder kamen und gingen ohne einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Stefanie versuchte die Situation zu retten, indem sie mit den Zuschauern leichte Phrasen sang. Erst bei der letzten Nummer und dem letzten Hit „Digging in the dirt“ rockte der Saal wieder und die Zuschauer kamen noch in den Genuss einer Zugabe.

Den Beginn hatte wohl die Amerikanerin und das Publikum etwas anders vorgestellt. Da kündigte der Sprecher Anastacia als Stimmwunder an und in den ersten zwei Songs war davon auch wegen technischer Probleme nichts zu hören. Die Sängerin wirkte fahrig und eine Zuschauerin fragte ihren Mann, ob der Krebs der Frau auch das extreme Stimmvolumen geraubt hatte? Doch wer wie Anastacia in der Schule wegen Morbus Crohn oft fehlte und zweimal den Brustkrebs besiegte, wäre nicht Frau und Stehaufmännchen in einem, um sich wieder zu fangen. Ab dem dritten Song war dann die Rockröhre wieder da bei „Paid my dues“.
Die Amerikanerin sprach recht viel mit dem Publikum und Showelemente, tanzende Frauen und Kleiderwechsel durften in diesem 90 Minuten Konzert auch nicht fehlen. Ein Höhepunkt war „Cowboys and kisses“ im Mittelteil oder das Duett mit der Backgroundsängerin Maria, die anstelle von Eros Ramazotti „I belong to you“ sang und besser war als die Frau aus Chicago. Die machte den Berner und ihrer schönen Stadt Komplimente und sang gegen Schluss mit „Not that kind“ und natürlich „Outta of love“ die Hits, die jeder hören wollte in einem Konzert, das oft an einen Stadiongig von der Haltung der Musiker her erinnerte und den Kursaal bis auf die Grundmauern rockte.

Fotos Copyright Moments of Music

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