The Dance – Urban Dance Wettbewerb im Hallenstation

Die englische Urban Dance Crew Prototype gewann den zweiten internationalen Tanzwettbewerb „The Dance“ im Hallenstaion Zürich. Die Jury bestand aus Akon, den Geissens und anderen und konnte nicht darüber hinwegtäuschen, dass der dreieinhalbstündige Anlass zu stark auf Werbung ausgerichtet war und in der ersten Hälfte seinem Motto nicht gerecht wurde.

 

In den neuziger Jahren gab es die letzten zwei Jugendbewegungen, ohne die es „The Dance“ nicht geben würde. Da war auf der einen Seite der harte Beat aus dem Computer des Techno und House zu denen an Raves getanzt wurde in Europa.Geblieben ist davon die Streetparade und kein Star, nachdem der Italo-Schweizer Robert Miles (Children) aus Neuenburg vor zehn Tagen auf Ibiza an Krebs starb.
Auf der anderen Seite war in der Bronx Hip-Hop entstanden mit Rapgesang und dem Breakdance. Mit einer politischen Botschaft und viel Kraft fasste diese Bewegung auch in Europa Fuss und ist bis heute populär.
Urban Dance vereint alle genannten Musik- und Tanzstile und hat auch dank den vielen Ausländerkinder in der Schweiz eine grosse Anhängerschaft, die allerdings das Hallenstation nicht ganz füllen konnte.

Serap Yavuz und John Agesilas moderierten zweisprachig die Show, die nach einer langen Einführung mit dem aus “ Britan’got Talent“ bekannten Poprapduo Bars and Meldoy begann. Die mageren Jungs füllten die aus einem 105 qm grossem Handy bestehende Bühne, der Sponsor hatte ganze Arbeit geleistet, nicht und wirkten blass, Die Jury bestand fast wie das Publikum aus Erwachsenen mittleren Alters wie dem Zürcher Clubbesitzer Momo Mobetie, Lifestyleexperten Carmen Geiss und Sänger Akon oder Tanztechnikexperte Roxrite Red Bull aus San Diego.
Ab Februar wurden in Vorausscheidungen in verschiedenen Schweizer Städten 20 Tänzer ausgesucht, die nun in zwei Teams mit den Namen der Sponsoren gegeneinanderantanzten. Die Zappelphillips brachten Stimmung und jeder dachte, endlich geht es nach über einer lahmen Stunde los, doch  nachdem der Sieger, das Team Weiss, feststand, sagte Serap Yavuz, dass nun einen  halbe Stunde Pause sei.
Seinen Auftritt nach der Pause hatte Akon im ersten Anlauf verpasst. Dabei wäre nach einem Wettbewerb mit einem weiteren Sponsor es an der Zeit gewesen für Action.
 Der US-Musiker mit senegalesischen Wurzeln hatte Anfang des Jahrhunderts Hits und verschwand dann 2009 von der Bildfläche nachdem ihn sein weisser Tiger angefallen und schwer verletzt hatte.
Er erschien dann verspätet auf der Bühne, sang zwei Hits, die Jugendlichen rannten an den Bühnenrand und nach fünf Minuten wieder brav auf ihre Stühle zurück.
Gegen 22 Uhr begann dann endlich der Battle, wo zehn Urban Dance Combos gegeneinander antanzten. Die Schweizer mit nackten Oberkörper wählten afrikanische Rhythmen für ihre Show.

Die Japaner waren ihnen aber um Längen in Sachen Gruppendynamik voraus.

Doch schliesslich überzeugte die Jury gleich der erste Auftritt der Engländer, die als in  weissgekleidete Aerzte mit Mundschutz durch die Luft wirbelten. Sie gewannen ein Preisgeld von 15000 Franken und verwiesen das Team Russland und USA auf den zweiten und dritten Platz.
Gegen 23.30 Uhr war die Show, die Längen hatte, viel Werbung und nur manchmal etwas von der Haltung der Strasse, von wo Urban Dance kommt, zu Ende.

The Dance

 

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