Stausee Emosson – Von Dinosaurier und atemraubenden Seilfahren am Mont Blanc

 

Schon der Weg zum zweitgrössten Stausee der Schweiz im Oberwallis auf 1965 Meter über Meer bei Le Chatelard ist eine nervenkitzelnde Angelegenheit und einmal oben angekommen, begegnet dem Besucher ein Weg von der Vergangenheit von Jahrmillionen bis in die Zukunft unsere Energieversorgung dem Nein zu mehr AKWs.

Vom Bahnhof Martigny geht es mit dem Mont Blanc Express bis an die französich-italienische Grenze Chatelard-Village für das man Halt auf Verlangen drücken muss. Ein kurzer Gang um ein Gedäude und schon steht die Standseilbahn, die steilste Bergbahn der Welt bereit, die nun ein Gefälle von 87%  hinaufrattert auf 1825 üM nach Les Monituires.
Ein Pfeiffen ertönt und bald schiebt sich der rotweisse Panoramazug mit offenem Verdeck mit Blick auf das Mont Blanc Massiv und die Talschluchten des Bouqui, die keinen Meter neben den Schienen beginnen zehn Minuten durch die Landschaft. Schmelzwasser tropft vom Stein als der Zug durch den Tunnel fährt und bald den Blick frei gibt auf die erste von drei Staumauern.
Doch wir sind noch nicht am Ziel. Schnell eine Treppe hoch zur letzten Etappe einer Ministandseilbahn, die wieder ein Gefälle von 73% überwindet bis auf 1965 Meter über Meer, wo sich Berge mit Schnee, wenig Natur um den Stausee oberhalb der Baumgrenze und ein Bergrestaurant zeigen.
Auf den ersten Blick sieht der Besucher nur zwei Staudämme. Mitte Mai ist der dritte noch im Schnee versunken. Doch einmal durchatmen vor dem zweitgrössten Stausee der Schweiz und Gegenwart und Zukunft unserer Energieversorgung mit einem grandiosen Weitblick auf die Alpen, die alle über 2600 m hoch sind, in reiner Luft tut gut.
Der geteerte Weg über die Staumauer zu der Berghütte des Vieux-Emosson ist der einfachste. Rund um den Stausee gehts wohl erst ab Juni, noch begegnen uns Skitourenfahrer.
Doch nach 2,5 Stunden Marsch im Sommer in die Vergangenheit von 250 Millionen Jahren zeigt der Stein, die Spuren von neuen verschiedenen Arten von Dinosauriern. Die Tritte sind 10-20 cm gross und stammen von Pflanzenfressern, die 3-4 m gross und 300-400 kg schwer waren.
Als wäre das Spüren seiner Endlichkeit bei so alten Spuren nicht genug, geht es mit den drei Transportmitteln bergab, wo jedem mal der Atmen stockt bei fast hundert Prozent Gefälle. An diese Action kommt kein James Bond Film ran.

Weitere Informtionen zu Vertic Alp Emosson hier 

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