Kunstmuseum Bern: Von Renoir, Hodler, Matisse bis Van Gogh – Die Sammlung Hahnloser

Einen besonderen Lifestyle pflegte die Familie Hahnloser aus Winterthur. Sie konnte es sich leisten in der Villa Flora das Leben ganz auf die Arbeiten und Künstler der französischen Moderne und der Schweizer Avantgarde auszurichten. Nun zeigt das Kunstmuseum Bern bis zum 11. März fast ihre ganze Sammlung voller Meisterwerke und grosser Namen.

Wie jeder Mensch, so mussten sich auch Arthur Hahnloser und seine Frau Hedy in der Villa Flora in Winterthur fragen, wie füllen sie ihre Leere im Leben eines jeden Menschen aus? Sind Kinder das Einzige, womit man sich lebendig erhält oder gibt das Eintauchen in die Gefühlswelt von Künstlern auch Antworten zu sich und der Welt?
Arthur Hahnloser war als Augenarzt erfolgreich und hatte den Spitznamen „Augenarzt der Armen“ weil er nicht immer alles abrechnete, was er für die Behandlung brauchte. Doch mit einem Energiebündel wie Hedy an seiner Seite gab es kein Ausruhen, auch wenn der Aufbau der Klinik ihn stark belastete. Hedys Leidenschaft für das Kreative zog ihn auch in den Bann und so wurde die Villa Flora über die Jahre voller mit Bilder, war aber auch ein Ort von Ausstellungen und Begegnungen mit Künstlern.
Vom 11.8. bis 11.3.2018 gehört der oberste Stock des Museums nun der Sammlung Hahnloser und die ist hochkarätig.Alle grossen Namen wie Cèzanne, Bonnand bis Matisse der französischen Moderne sind vertreten. Kunsthistorisch qualitativ hochstehend sind viele Gemälde von Millionenwert und zeigen auch, wie sehr sich die Familie ins Zeug legte, wenn es hiess, den Kontakt zu den Künstlern auch zwischenmenschlich mit Briefen und Gesprächen aufrechtzu erhalten, Atelierbesuche im Inn-  und Ausland zu absolvieren und Verantwortung für die Künstler zu übernehmen, wenn sie in Schwierigkeiten steckten.
„Die Sehnsucht lässt alle Dinge blühnen“ ist der Titel der Ausstellung , könnte auch heissen, Kunst hilft einem das Schicksal ertragen, den all die Kunst, Bilder, Plastiken, Arbeiten auf Papier gaben Hedy Halt als sie an Tuberkulose erkrankt war und beseelte das Paar auch später, indem sie mit den Bildern und somit mit der Gefühlswelt der Künstler in der Villa Tag und Nacht lebten.
Für heutige Augen sind die Gemälde etwas gar brav und als Foto sicher schon tausendmal gesehen, doch nun sind sie als Teil einer konservativen Ausstellung bis März im Kunstmuseum Bern und werden sicher bei den älteren Jahrgängen für Begeisterung sorgen.

Weitere Informationen zu der Ausstellung hier

Bildbeschreibung
1
Félix Vallotton
La Blanche et la Noire, 1913
Öl auf Leinwand, 114 x 147 cm
Dauerleihgabe, Hahnloser/Jaeggli Stiftung,
Kunstmuseum Bern
Fotografie: Reto Pedrini, Zürich
2
Félix Vallotton
Le chapeau violet, 1907
Öl auf Leinwand, 81 x 65,5 cm
Dauerleihgabe aus Privatbesitz, ehemalige
Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser-Bühler
Fotografie: Reto Pedrini, Zürich
3
Pierre Bonnard
Palais de Glace (Les Patineurs), 1896–1898
Öl auf Karton,100 x 75 cm
Privatsammlung
© 2017, ProLitteris, Zurich
4
Vincent van Gogh
Le semeur, 1888
Öl auf Leinwand, 72 x 91,5 cm
Dauerleihgabe, Hahnloser/Jaeggli Stiftung,
Kunstmuseum Bern
Fotografie: Reto Pedrini, Zürich
5
Henri-Charles Manguin
„La Flora, Winterthur“, 1912
Öl auf Leinwand, 76 x 96 cm
Dauerleihgabe, Hahnloser/Jaeggli Stiftung,
Kunstmuseum Bern
Fotografie: Reto Pedrini, Zürich
© 2017, ProLitteris, Zurich

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s