Aargauer Kunsthaus – Back to Paradise – Expressionismus

Vom 26. August bis 3. Dezember 2017 zeigt das Aargauer Kunsthaus Werke des Expressionsmus aus der Sammlung Häuptli und des Ortshaus Museum Hagen. Ob Ernst Ludwig Kirchner, Otto Mueller oder Cuno Amiet, Deutsche und Schweizer Künstler ergänzen sich in dieser Ausstellung bei der Suche nach dem individuellen Ausdruck und der Wiedergabe des eigenen Empfindens in dieser Kunstrichtung des 20. Jahrhunderts.

Wer heute durch sein Heimatdorf oder Kindheitsort geht, erkennt ihn kaum wieder. Menschen aller Farben, neue Bauten, ein anderes Benehmen, alles ist von A bis Z anderes als damals, als wir klein waren und das ging schnell und die Natur ist das Opfer.
 So oder ähnlich erging es auch den Künstlern im Zeitalter der Industralisierung, die wie heute die Globaliserung den Menschen veränderte, vieles über den Haufen warf und der Bezug zur Natur ging verloren. Also zurück zu den Wurzeln wollten die Künstler : Back to Paradise.
Wie kann ich mein Sicht retten, wenn mich das Materielle erdrückt? Dies fragten sich die Mitglieder der „Brücke“-Bewegung auch. Anfang des 20. Jahrhundert brechen deutsche Künstler das Tradtionelle auf und suchen eine direkte Bildsprache wie Ernst Ludwig Kirchner oder Hermann Scherer, der Expressionismus ist geboren.

Dem Aarauer Ehepaar Valerie und Dr. Othmar Häuptli gefallen diese teil sehr bunten Gemälde mit dem individuellen Ausdruck und Empfinden. Sie kaufen, was ihnen gefällt, rund 100 Werke. Diese gelangten 1983 als Schenkung ins Aargauer Kunsthaus, doch sie waren unvollständig, wenn es darum ging, den Expressionismus als Ganzes zu zeigen. Das Osthaus Museum Hagen hatte auch eine Sammlung geschenkt bekommen und nun ergänzen sich beide im Obergeschoss des Museums Aarau als Ueberblick des Expressionsmus.

Die Deutschen haben Namen wie Ernst Ludiwg Kirchner aber nicht den bekanntesten Schweizer der Kunstströmung Cuno Amiet aus Solothurn, den hat die Stämplisammlung und so sind die verschiedenen Räume nicht nur ein Zusammentreffen zweiter Nationen sondern auch ein Suchen nach dem Paradies wie bei den Bildern von Emil Nolde und seiner Reise in die Südsee.

Expressiosmus ist nicht nur Gemälde sondern auch Literatur und Musik. Und so veranstaltet das Aargauer Kunsthaus am 19,.10 eine Lyrik und Prosalesung mit Walter Küng oder am 2.11. Klaviermusik mit Tomas Dratva.

Weitere Informationen zur Ausstellung hier

Bilderbeschreibungen:

1
Otto Mueller, Badende, um 1920
Leimfarbe auf Jute, 100 x 80 cm
Aargauer Kunsthaus, Aarau / Legat Dr. Othmar u. Valerie Häuptli
2
Alexej von Jawlensky, Mädchenkopf mit rotem Turban und gelber Agraffe (Barbarenfürstin), um 1912
Öl auf Hartfaser, 55 x 51 cm
Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen
Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf
3
Cuno Amiet, Apfelernte, 1913
Öl auf Leinwand, 103 x 52 cm
Aargauer Kunsthaus, Aarau / Legat Dr. Othmar u. Valerie Häuptli
4
Hermann Scherer, Bildnis Werner Neuhaus, um 1924/25
Öl auf Leinwand, 170 x 80 cm
Aargauer Kunsthaus, Aarau
5
Ernst Ludwig Kirchner, Bildnis Erich Heckel,1910, überarbeitet nach 1923/24 (datiert 1908)
Öl auf Leinwand, 195.7 x 65.3 cm
Courtesy of Osthaus Museum Hagen & Institut für Kulturaustausch, Tübingen
Foto: Achim Kukulies, Düsseldorf
6
Cuno Amiet, Stillleben mit drei Orangen, 1907/08
Öl auf Leinwand, 54 x 60 cm
Aargauer Kunsthaus, Aarau / Schenkung Dr. Annie Zaugg, Baden

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