Zentrum Paul Klee Bern – 10 Americans after Paul Klee

Als die Zeichen in Europa auf Krieg hindeuteten, wurde der Berner Maler Paul Klee in den USA zum Star. Sein Einfluss auf amerikanische Künstler von 1930 bis 1960 zeigt die Ausstellung „10 Americans“ im Zentrum Paul Klee bis zum 7. Januar 2018.

 

Heute verhält es sich gerade umgekehrt als Ende der 20er Jahre des letzten Jahrhunderts. Als Donald Trump zum Präsidenten gewählt wurde, wollten viele Künstler nach Kanada oder Europa auswandern. Als Adolf Hitlers Einfluss immer grösser und die Situation in Deutschland für Künstler bedrohlich wurde, zog Paul Klee zuerst nach Bern und nicht wie seine Kollegen nach New York. Doch die Schweiz war damals ein Bauernstaat und die Galeristen und das Geld der Reichen zog mit ihnen nach Amerika, also fuhr auch er über den Atlanik und blieb. 1930 gab es die erste Kleeausstellung in den Vereinigten Staaten im Museum of Modern Art New York und in den folgenden Jahren setzte ein regelrecher Boom ein, wie Kuratorin Fabienne Eggelhöfer von „10 Americans“ erklärte.
Zusammen mit der Phillips Collection Washigton hat sie für die Ausstellung, die zuerst in Bern und ab Februar in den Staaten gezeigt wird, zehn Künstler ausgewählt, die unverkennbar vom Berner Maler beieinflusst wurden, weil er etwas vor ihnen tat, was sie auch wollten, die Tradition aufbrechen.
10 Künstler, zehn Amerikaner, zehn Anknüpfungspunkte und der Beginn des Zentrum Paul Klees den globalen Einfluss vom Berner in kommenden Ausstellungen zu ergründen.
Der heute noch bekannteste unter den zehn Malern ist Action Painting Star Jackson Pollack. Der sich gerne als Macho und cooler Cowboy Zeigender belächelte anfangs das Kleinformat Klees doch war sich nicht zu schade als Aufsichtsperson im Guggenheimmuseum zu arbeiten und nebenbei Klees ausgestelltes Werk dort zu studieren. Wie andere Maler hatte er Klees Werk auch im Atelier 17 gesehen und das Studium Klees half ihm die Linien in seinem Werk aufzubrechen, die Druckplatten ständig zu überarbeiten.
Andere Namen wie Mark Tobby, Norman Lewis, Theodoros Stamos sind heute vergessen, doch die Ausstellung zeigt die Vergleiche zwischen Klee und ihrem Werk im Bildvergleich vor Ort. Die eigene Bildsprache Klees, sein Wunsch zurück zum Ursprung zu gehen, folgten sie. Besuchten das Naturhistorische Museum, studierten neben der Natur auch die Stammeskultur der Indianer oder liessen sich vom ersten Bildband Klees beflügeln wie Adolph Gottlieb.
„10 Americans“ im Zentrum Klee zeigt für einmal, dass nicht alles Neue nur aus Amerika kommt sondern auch Bern der neuen Welt etwas gegeben hat und sie etwas Eigenständiges daraus gemacht hat.
Viele Jazzkonzerte gibt es im Begleitprogramm und im Kindermuseum Creaviva können Kinder ein Kunstwerk aus Kartonkisten bauen oder sich an anderes Werk machen.
Weitere Informationen zu Ausstellung hier

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s