Zürich – Swiss Music Awards und Nemo gewinnt vier davon

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Trotz oder weil die Plattenverkäufe der Musiker im Keller sind, feierte zum 11. Mal die Swiss Music Awards erfolgreiche Schweizer Musiker wie Eliane, Züri West, doch der Abräumer des Abends war der Bieler Rapper Nemo.

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Am Wochenende, an dem die Schweizer Hitparade 50 Jahre alt wird, präsentierten Alexandra Maurer und Stefan Büsser im Hallenstation Zürich die Swiss Music Awards, die neben den Verkaufszahlen der CDs auch von einer 51 Mitglieder Jury bestimmt werden, die Musiker und Talente für den Betonklotz aus dem Gotthardmassiv auswählen.

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Nachdem der Bieler Rapper Nemo letztes Jahr zum ersten Mal auf der grössten Bühne des Landes sich präsentieren konnte, bekam die zwanzigjähriger Thunerin Vernonica Fusaro dieses Jahr diese Ehre. Die Soziologiestudentin, die erst seit 2015 auftritt und ein Jahr später den Nachwuchspreis „Demo of the Year“ beim „m4music“ Festival gewann, klebt wie ihr Idol Ed Sheeran auf alles ein X und schreibt am Minikeyboard in ihrer zweiten Heimat Italien am Meer ihre Songs.

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Er spielte jahrelange ein klassisches Instrument, doch erst seit er mit 14 Jahren zu rappen anfing, gingen die Türen des Musikgeschäfts auf und vier Jahre später gewann er an der diesjährigen Preisverleihung in den Kategorien Best Hit, Best Live Act, Best Male Solo und Best Breaking Act. Das gabs noch nie in der Geschichte der Music Awards, die ja immer auch eine Art Kur sind für den Patienten Pop Musik, der an allen Fronten mit Krankheiten ums Ueberleben kämpft. Aber Nemo, der kleine Mann aus Biel und noch Schüler gab im letzten Jahr Gas und dafür gabs vier Klötze, dabei hat er noch gar kein Album veröffentlicht.

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So lange im Geschäft sind Züri West und vor einem Jahr haben sie die erste Single im Hallenstation vorgestellt aus ihrem aktuellen Album „Love“. Nun nahmen Züri West die beiden Auszeichungen Best Album und Best Gruppe nach Hause.

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Von den 20 Nominierten waren elf das erste Mal dabei und als einzige Frau durfte Eliane, die Klavierspielerin und Popsängerin aus Luzern, den Female Award nach Hause nehmen.

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Sicher die bewegendsten Momente des Abends waren die Ehrungen der Verstorbenen des letzten Jahres. Sina und Büne Huber sangen eine Hommage an Polo Hofer und Henry Ammann.
Mehr Applaus und lobende Worte als zu Lebzeiten bekam Martin Ain von Celtic Frost, der Metallband, die im Ausland sehr viel Ansehen genoss und dessen Gründer auch als Gastronom sich zu Lebzeiten einen Namen machte.

Neben den Ausgezeichneten aber Abwesenden Faber, Ed Sheeren gab es viel Applaus im nur zur Hälfte ausverkauften Hallenstation für die toten Hosen, die bereits 40 Jahre im Geschäft sind und Campino, der  immer noch mit grosser Stimme sang.

Nemo hat bereits nach einem Jahr Showgeschäft eine Auftrittspause angekündigt und wirkte unter der Last von vier Steinen gegen Schluss der Show müde. Möge der Bieler Ende Jahr mit dem ersten Album und frischen Mutes auf die Bühne zurückkehren und wer weiss, vielleicht gibt es in einem Jahr wieder einen totalen Bieler Triumph in Zürich als Zeichen gegen den kranken Patienten Popmusik.

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