Zürich – Art on Ice mit Olympiasieger, Pegasus und Emeli Sandé

 

Ob die eisigen Temperaturen den Vorverkauf noch zusätzlich angetrieben haben? Jedenfalls mussten an der diesjährigen Ausgabe von Art on Ice Zusatzshows organisiert werden und  das farbenfrohe Spektakel am ersten Märztag begeisterte mit der gewohnten Mischung aus ehemaligen Spitzenathleten und Musikern.

20 Uhr. Das Publikum des ausverkauften Hallenstations blickt auf die Eisfläche und erinnert sich der eisigen Kälte Anfang Woche oder dem Stampfen durch den Schnee am meteologischen Frühlingsanfang heute, doch nun heisst es Licht aus, Spot an.
Aber noch nicht für Evgeni Plushenko sondern für einen, der die Kunstwelt aufs Glatteis geführt hat, Wolfgang Beltracchi. Der Fälscher bekannter Malerwerke ist aus dem Gefängnis entlassen worden und für „Art on Ice“ malte er die Bühnenbilder zum Motto der Show „Das Original“-  das Zusammenspiel der Künste.

Nachdem die Eiskunstläufer an Olympia für ihr Land Gold geholt haben, gibt es selten das grosse Geschäft mit Werbeverträgen für die Zeit danach, dafür gibt es „Art on Ice“  Neben dem Weltmeister Evgeni Plushenko, der gleich zweimal bei seinem Auftritt stürzte und das letzte Mal dabei war, konnten Aljona Savchenko und Bruno Massot, die Gewinner der diesjährigen Olympiade für die Show gewonnen werden und für ihre Grazie und Körperbeherrschung im Zusammenspiel zu einander gab es viel Applaus. Doch einer übertrumpfte alle.

 

Zum 16. Mal war der Walliser aus Saxon dabei und sowohl im ersten Teil zusammen mit dem weltbesten Pole Dancer Peter Holoda und dem Gesang Tina Guo oder im zweiten Teil zur Musik von Emeli Sandé war Stéphane Lambiel mit seiner traditionellen Choreografie der Höhepunkt des Abends.

 

Art on Ice ist eine bis ins letzte Detail durchgestylte Show, die von Jahr zu Jahr ähnlich verläuft und es jedem Recht machen will. Pegasus hatten die Ehre als zweiter Schweizer Act nach Lambiel mit ihrem Pop für Stimmung zu sorgen und taten es gewaltig, so dass die Einkunstshow von Elena Radionova völlig unterging. Da waren die Balladen im zweiten Teil der Show der Schottin Emeli Sandé die bessere Hintergrundmusik, weil die Engländerin sich zurücknahm und sehr auf ihren Text konzentriert war.
Kunst ist Leidenschaft und Kunst ist Geduld. Wohin beides führen kann bei Eiskunstläufern, Maler oder Musiker „Art on Ice 2018“ zeigt es mit einer Show, die alle Sinne berührt und sensible Personen auf zerbrechlichem Eis zeigt. Ein ästhetischer Genuss.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s