Bern – Hodler und sein Parallelismus im Kunstmuseum

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Der Berner Maler Ferdinand Hodler war bereits zu Lebzeiten berühmt und zu Ehren seines 100. Todesjahres versucht das Kunstmuseum Bern sein Werk und die Theorie des Parallelismus auf zwei Etagen näher zu bringen.

Ferdinand Hodler war bereits als junger Mann ein Stattlicher, der es als Stadtmensch liebte, sich in der Natur aufzuhalten und so machte er sich als jeune homme auf die Wanderschaft nach Genf. Das war vor über hundert Jahren und die Natur noch intakt.Und so erstaunt es nicht, wenn Hodler behauptete, dass Bäume, die einen Weg säumen oder Berge, die sich in einem See spiegeln in paralleln Mustern organisiert sind. Nun heute ist das angesichts der Verbauung schwer nachzuvollziehen, aber dafür gibt es ja sein Werk und das war schon zu Lebzeiten europaweit bekannt.
Obwohl das Wort Parallelismus bereits in der Bibel erwähnt wird mit dem Wort, dass die zweite Zeile den Inhalt der ersten mit anderen Worten wiedergibt, so hat Hodler vorallem  in der Natur und dem Menschen nachgeforscht, wo sich den da diese Wiederholung von Figuren, Formen und Farben wie zeigen.
Doch nicht nur formale Aspekte können sich im Parallelismus zeigen sondern auch menschliche Empfindungen. Damit das dann für den Betrachter auch ersichtlich wird, wählte Hodler oft das Grossformat, um die unterschiedlichen Seelenzustände zum Ausdruck zu bringen.
Die Ausstellung im Erdgeschoss wie im ersten Stock hinten zeigen keine neuen Bilder von Hodler, es ist auch keine Retrospektive oder thematische Schau sondern ein Versuch zusammen mit recht vielen Zitaten aufzuzeigen, was Parallelismus für Ferdinand Hodler bedeutete. Ob allerdings jeder Betrachter des Malers Sicht auf die Welt nachvollziehen kann hundert Jahre später in einer viel mehr von Menschenhand geformten Umwelt, ist einen andere Frage.
 
 
Weitere Informationen zur Ausstellung hier
 
 
 
Bildlegenden
 
1
 
Ferdinand Hodler Thunersee mit Spiegelung, 1904 Öl auf Leinwand, 89 x 100 cm Privatbesitz © SIK-ISEA, Zürich
2
Ferdinand Hodler Selbstbildnis, 1912 Öl auf Leinwand, 35.5 x 27 cm Kunstmuseum Winterthur, Winterthur Kunstmuseum Winterthur, Geschenk der Erben von Dr. Thodor Reinhart, 1919 © Kunstmuseum Winterthur
3
Ferdinand Hodler Der Buchenwald (Le Bois de Châtelaine), 1885, überarbeitet 1890 und um 1894 Öl auf Leinwand, 102 x 131 cm Kunstmuseum Solothurn, Schenkung Frau Erica Peters im Andenken an Herrn Dr. Rudolf Schmidt, 1971 © Kunstmuseum Solothurn
4
Ferdinand Hodler Der Tag, 1899–1900 Öl auf Leinwand, 160 x 352 cm Kunstmuseum Bern, Staat Bern, Depositum © Kunstmuseum Bern
5
Eurhythmie, 1885 Öl auf Leinwand, 167 x 245 cm Kunstmuseum Bern, Staat Bern, vom Künstler erworben © Kunstmuseum Bern

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