Zürich – Kim Wilde laute Alienshow im Volkshaus

Auch mit 58 Jahren rockte Kim Wilde auf ihrer „Here comes the Alien“-Tour das Volkshaus Zürich.Trotz leidenschaftlichem Einsatz kam aber nur bei den 80ier Hits Stimmung auf. Lag es an der Band?

Als Kim Wilde vor 38 Jahren in ihrem Zimmer auf dem Bett im Süden Londons ihren Bruder Ricky bat, er solle ihr eine Nummer schreiben, ahnte sie nicht, dass die zweite Zugabe in Zürich und der erste Hit „Kids in America“ fortan ihre Arbeit, ihren Lebenssinn und die Weiterführung des Erbes ihres Vaters, der in den 60ier ein Sänger war, sein würde.
Die Popprinzessin, wie sie oft genannt wird, war in der ersten halben Stunde des Konzertes eher eine Rocklady. In Lederkluft gings mit zwei Drummer, drei Gitarristen, Synthie und Backgroundsängerin rockig und laut, ja so laut zur Sache, dass selbst eine Männergruppe in Ozzy Osborne T-Shirts einander zu brüllten: Mensch, die knallt einem ja was um die Ohren und gibt Gas“.
Das Set war mit wenigen Unterbrüchen atemlos und eben laut wie in einem Station, so dass Kims Stimme darunter litt. Erst mit „Cambodia“ nach einer halben Stunde warf das ausverkaufte Volkshauspublikum die Hände in Luft und tat dies erst eine Stunde später wieder. Dazwischen kamen unzählige drei Minuten Nummern aus den 14. Studioalben, die selbst Fans nicht mehr so genau kannten.
Zum Glücks gabs ein kurzes unplugged Set mit Bruder Ricky fürs Gefühl und zum Glücks gabs ab neun Uhr die Hits bei der 80ier 20 Minuten Party fürs Tanzbein, sonst wäre die Kim Wilde trotz immer noch guter Stimme langweilig gewesen über weite Strecken.
2009 habe sie bei den Gartenarbeiten – sie war, als die Hits ausblieben, vorallem im englischen Fernsehen als Gärtnerin mit eigener Show bekannt – ein grelles Licht gesehen, das am Himmel tanzte, erzählte sie und griff zur Laserpistole, um gegen die Aliens zu kämpfen. Mit dem Titelsong des aktuellen Album und einer flotten „Popmusic“ Nummer verabschiedete sich das Sexsymbol aller Buben in den 80ier und kam für zwei Zugaben zurück, da waren ein Viertel schon gegangen, der Rest war aber zufrieden mit der Kim, die immer noch auf wild machte.

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