Zürich – Walliser Trumpf bei Art on Ice 2019

 

Unter dem Motto „Time to Time – eine Reise zurück in die Zukunft “ vereint auch die diesjährige Produktion Musiker und Eiskunstläufer, die ihren Höhepunkt hinter sich haben, aber dank der gegenseitigen Hilfe und Vermischung auf dem Eis das Publikum des ausverkauften Hallenstation begeistern konnten. Mit Standing ovation für Stéphane Lambiel und Stefanie Heizmann waren die Walliser die Lieblinge des Abends. Konnte da James Blunt aus Verbier mithalten?

Zu Beginn der Show läuft alles nach Plan. Die Art on Ice Skaters und Dancers tanzen zu einem Pink Floyd Medly und die Hauptfigur der Show Bühnenchef Ashley ist zufrieden, doch schon Minuten später gibt es eine Panne und eine Stimme sagt ihm, dass die Show in eine andere Zeit und Dimension katapultiert worden sei. Nun ist der Phantasie keine Grenzen gesetzt und Riesenvelos mit Motoren sausen auf dem Eis während Chan, der Kanadier und Bislin, der Schweizer als Duo Momento mit Violine und Elektrosound Hits von Imagine Dragons und Justin Bieber neu interpretieren und Läufer Misha Ge mit Witz und Fantasie seine Kurven fährt.
Sexy High heels und durchsichtiger Dress statt Jeans, Stefanie Heizmann überrascht visuell und liefert dann mit der besten Stimme der Schweiz auch zehn Jahre nach ihrem Sieg in Stefan Raabs Castingshow ein druckvolles Set ab, das sehr laut die neuste Zusammenarbeit mit einem deutschen DJ ( Build a House) und mit Hits aus der Vergangenheit „My man is a mean Man in neuem Arrangement und natürlich mit „Digging in the Dirt“ die Halle zum Tanzen brachte. Dazwischen ein paar Walliserdeutsche Worte und einen Seitenhieb an Bühnenchef Ashley (i cha jetzt nicht dir zu lose, jetzt chunt a Walliser“) als der Olympiasieger und zweifacher Weltmeister aus Saxon Stéphane Lambiel kam.
Wenn eine Frau mit Band derart strahlt, gehen zweifelslos die Eiskunftläufer etwas verloren. Auch nervte im ersten Teil der Show das Hin und Her der Offstimme und derjenigen Ashleys.
Die Eiskunstläufer kamen mehrheitlich aus Russland, einige aus Kanada und James Blunt hatte nach der Pause einen Spicker unter dem Mikrofon, damit er ihre Namen aussprechen konnte.
Neun Monate nach seinem abendfüllenden Konzert im Hallenstation setzte sich der Brite, der ein Haus und ein Restaurant in Verbier hat, also quasi ein Halbwalliser ist, ans Klavier und es folgten zehn seiner grössten Hits. Zuerst gingen noch die Handylichter als Feuerzeugersatz an, doch bald war James Blunt mit seiner Band nur noch die musikalische Untermalung der Eiskunstläufer, die im zweiten Teil der Show deutlich mehr Raum einnahmen und Stéphane Lambiel Standing ovation bei „Goodbye my lover“ bescherte. James Blunt sang zwar mit grosser Stimme, aber ging halt nicht so auf das Publikum ein wie die Heizmann und deshalb war sein Auftritt blasser.
Art on Ice findet in Zürich, Davos Basel, Lausanne statt. 
 
Weitere Informationen hier

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