Bern – 3 Tage Weltraumfest zum Thema Bern im All

 

Was haben die Erde und der Mond gemeinsam? Den Menschen, der mit seinem Wissen erforscht, was ist. Wie die Berner Weltraumforschung dabei seit 50 Jahren mithilft, zeigen das Fest „Bern im All“ an der Universität und auf dem Bundesplatz dieses Wochenende in Bern.

Neugierige Menschen stellen Fragen und Wissenschafter immer neu. Damit diese beantwortet werden können, baut der Mensch Instrumente, um an Wissen heranzukommen.
Als am 21. Juli 1969 Buzz Aldrin als zweiter Mann aus der Raketenkappsel stieg, war es nicht die amerikanische Flagge sondern das Berner Sonnenwindsegel, das er in den Boden des Mondes steckte.
Das bodenständige Bern und zur damaligen Zeit ein Bauernkanton auf dem Mond, dem Ereignis, das wer ein Fernseher hatte, live mitverfolgen konnte und unvergessen bleibt bis heute.
 Am Fest „Bern im All“ sprechen an den Symposien namhaften Vertretern der NASA  und Berner Weltraumforschung  und während der Festlichkeiten steht bis Sonntag auf dem Bundesplatz eine Raketenspitze und darunter eine Art Raumschiff mit einer 15 minütigen Multimediashow drin, wo auf recht witzige Art und Weise das Schaffen der Schweizer Forschung mit den Amerikanern dargestellt wird.
Neben den 30 Flügen in den All mit Berner Instrumenten gewährt der Vortrag auch einen Blick in die Vergangenheit und  Zukunft. Die Kamera Cassis, die spektakuläre Bilder vom Mars lieferte und ab Herbst 2019 das Weltraumteleskop Cheops, das sich auf der Suche nach lebensfreundlichen Planeten macht, sind die Höhepunkte der Forschung.
Wer das Raumschiff verlässt, findet auf dem Bundesplatz im „Space Village“ am Sonntag ein Weltraumdorf mit Vorträgen, Spass und Spielen für Gross und Klein. Und weil das Wetter so gut ist, lohnt sich am Samstag auch der Besuch der „Nacht der Sterne“, wo auf  der grossen Schanze vor der Universität in den Nachthimmel zu den Galaxien geschaut wird,
50 Jahre Berner Weltraumforschung haben nicht nur Instrumente hervorgebracht sondern auch Karrieren. Einer davon ist die des Jungen aus dem Berner Bergen Thomas Zurbuchen und heutiger Wissenschaftsdirektor National Aeronautics und Space Administratione der NASA. Er sagte in der Pressekonferenz, dass die Berner Weltraumforschung eine Mischung aus Innovation und Inspiration seit 50 Jahren sei und uns die Möglichkeit gegeben habe, die Natur auf eine neue Art anzusehen. Doch jeden Astronauten überkämme, nachdem er seine Arbeit im Weltall gemacht habe, beim Eintritt in die Atmosphäre mit Blick auf Mutter Erde die gleichen Gefühle: Demut und die Erkenntnis, dass es nur dort unten, hier auf Erden, Leben gibt.
Wertvolles Leben. Möge die Berner Weltraumforschung mit ihrem Sammlen von Daten über den Lauf von Wasser, Sonnen, Mond in den nächsten Jahrzehnten auch dazu betragen, dass die Erde mit ihren grossen Klimaproblemen nicht zum zweiten Mond wird. Ein Ort voller Staub, Stein und Trostlosigkeit sondern ein Platz auf für Morgen von Jung und Alt bliebt.

Weitere Informationen zu Bern im All hier

Zermatt – Matterhorn: No Ladies please und wie Tina Müller über ihre Rolle denkt

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Am 11. Juli feiert das Freilichttheater “ Matterhorn: No Ladies please !“ Premiere, indem die 16-jährige Zermatterin Tina Maria Müller als Lina Seiler, der britischen Adligen Lucy Walker begegnet und sie animiert trotz aller Widerstände 1871 als erste Frau das Matterhorn zu erklimmen.

 

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Seit dem 1. Juni wird auf der Riffelalp, wo Du im Freilichttheater “Matterhorn – no Ladies please” die weibliche Hauptrolle Lina spielst, geprobt. Wie kamst Du zu dieser Rolle und welchen Unterschied gibt es für Dich zwischen dem Proben im Saal und nun auf der Alp

Ich spiele schon zum dritten Mal mit, bei den Freilichtspielen Zermatt und kenne Livia Anne Richard sehr gut. Sie hat mich nach dem letzten Theater angefragt für die Rolle als Lina. Die Umgebung und die Natur ist für mich als Spielerin sehr wichtig. So richtig wohl fühle ich mich in meiner Rolle erst, wenn ich auf dem Riffelberg bin.

 

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Der nationale Frauenstreiktag war ein Erfolg, hast Du die Rolle auch angenommen, weil Sie ein Kämpferin für Frauenrechte darstellt?

Nein, ich habe, wenn ich ehrlich bin, gar nicht gewusst, dass es einen Frauenstreiktag gibt… Ich habe die Rolle angenommen, weil ich mich mit dieser starken Figur identifizieren kann.

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Du gehst noch ins Gymnasium, machst Sport und Musik und wirst nun mit Deinem dritten Engagement an den Zermattfreilichtspielen national bekannt.Trotzdem willst nicht auf die Karte Schauspiel setzen sondern Physiotherapeutin werden. Heisst dass, die  Kunst bleibt immer Freizeit oder lässt Du Dir eine Hintertüre offen?

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Ich möchte die Kunst nicht erlernen, sondern sie immer als einen guten Ausgleich zu meinem Alltag sehen, das Theater also weiterhin als Hobby betreiben.

 

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Welche Charaktereigenschaften zwischen Dir und Deiner Rolle sind gleich und was hast Du Dir von Lina abgeschaut für Dein Leben?

Ich denke, dass ich in meinem Privatleben sehr gerne meine Meinung sage. Lina hingegen darf ihre Meinung nie äussern. Es tut gut, mitzudenken. Die Meinung muss aber nicht immer stur durchgebracht werden. Das habe ich gelernt. Manchmal ist Schweigen besser als das Verschwenden von sinnlosen Worten.

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Zahlreiche Theaterbesucher werden von auswärts kommen und übernachten. Welche drei Tipps, die nicht jeder kennt, hast Du um Zermatt und Umgebung besser kennen zu lernen?

Die Natur in Zermatt ist ausserordentlich schön. Daneben gibt es zahlreiche Bergrestaurants, die unbeschreiblich gut sind.
Es gibt wunderschöne Wanderwege und man kann auf das Klein Matterhorn mit oder ohne Skis. Man hat im Sommer wie im Winter Erlebnisse, die man nie vergisst.

Weitere Informationen zu Matterhorn – no Ladies please! hier 

Schmitten – Himmelfahrtsparty mit KUNZ am Openair

 

Der Beginn der 9. Ausgabe des Schmittner Openair an Christi Himmelfahrt war dank dem Luzerner KUNZ ein gelungener Start nach der vierjährigen Pause für Jung und Alt im Sensebezirk die Hemmungen abzulegen und Party zu machen.

Wenn nächstes Jahr auf ein Jahrzehnt Schweizer Musik zurückgeschaut wird, wird der Marco aus Mauensee im luzernischen Hinterland als Sieger aller Schweizer Musiker aufs Podest steigen. KUNZ hat alle seine vier Platten auf Nummer eins in der Hitparade gebracht und der ehemalige Bauarbeiter hat neben seiner Musik auch mit dem Charme, Witz und der Gabe das Publikum für sich zu geben, sich in die Herzen der Schweizer gespielt wie der Schmittner Gig zeigte.
Punkt acht Uhr standen die sieben Musiker und der stets Hosenträger tragende Sänger ohne Ansage auf der Bühne, wo nur wenige Meter nebenan gerade eine Gitarrenhardrockband aufgehört hatte zu spielen. Krasse Gegensätze im Programm sind ja das Markenzeichen des Schmittner Openair und für Kunz war es das erste dieses Jahr. Sichtlich gut gelaunt und stets darf bedacht das Publikum ins Set einzubeziehen, zog er die Sensler in seinen Bann, dass bereits beim dritten Song alle mitsagen und es noch oft taten an diesem Abend, der ganz nach Kunz Geschmack war, nicht zu warm .
Kunz der Showman, der Tanzbär und der bauernschlaue Musiker aus dem Luzerner Hinterland, der weiss was das Volk mit der hohlen Hand hören will und zu verstehen vermag. Doch so einfach diese Mundartsongs im Luzener Dialekt daherkommen, wer genau hinhört, erkennt auch die Raffinesen wie das Hackbrett.
Als er im Mittelteil des Konzertes plötzlich verschwand, um wenig später wieder im Publikum auf einer Bierkiste seine Darbietung weiterzumachen, wars um die Schmittner ob Alt oder Jung geschehen und er hatte sie in der Tasche. Die Party ging dann aber erst los und Kunz machte da weiter, wo einst Gustav aufgehört hat, Stile mischen und einen fetzigen Beat darunterlegen, ab geht die Post.Oder wie es Kunz sagte: Er, der wie die Schmittner aus einem katholischen Kanton komme, wisse, dass die Leute da Hemmungen hätten, aber zum Glück gäbe es ja die Musik, um diese abzulegen.

Weitere Informationen zum Schmittner Openair hier

Basel – Art Basel im Banne des Handy

Der Messeplatz Basel ist bis zum 16. Juni Kultur pur. Auf der rechten Seite 290 Galerien aus 34 Länder bei der Art Basel. über die Strasse die Designer Miami Messe und dahinter der Zirkus Knie. Aber eigentlich dreht sich alles um, wie mache ich vor welchem Sujet das beste Handyfoto für meinen Account. Beobachtungen zu einem Generationswechsel.

Die Herbstmesse ist Geschichte, die Uhrenmesse Baselworld kämpft ums Ueberleben und auch die Art Basel führte dieses Jahr erstmals ein neues Preismodell ein und bietet Unterstützung für kleinere und mittelgrosse Galerien, damit sie sich die hohen Standmieten leisten können und der Ruf Europas grösste Kunstmesse in Basel zu beheimaten bleibt. Den längst ist die Art Basel nicht mehr ein Platz, wo sich Millionen verschieben. Die Preise für die Gemälde sind stark gesunken, weil ein Generationswechsel stattfindet, wo sich die gehobene Mittelschicht sagt, ich lege nicht mehr in zeitgenössische Kunst an sondern wähle andere representative Dinge für meinen Lebensstil.
Und dazu gehört ein teures Handy mit einer guten Kamera. Zwar kommen die Leute weiterhin in Scharen und die Art Basel ist Hype, Hektik und Schaulaufen aber das Verweilen vor einem Werk und das Spüren, was es mit einem macht, gibt es nicht. Die Besucher rauschen durch die Gänge, in der Hand das Handy. Schnell ein Bild knipsen und weiter das nächste ansteuern. Das Bild vom Bild ist wichtiger als die Auseinandersetzung ihm.
Für die Besucher, die Neues entdecken wollen, empfiehlt es sich gleich die obere Etage anzusteuern, da bringen besonders die amerikanischen und kanadischen Galerien kraftvolle junge Maler mit Sujets aus dem Leben der Grossstädte in grellen Farben, während andere wiederum Natur oder Tiere zelebrieren. Nacktheit wie letztes Jahr findet am sehr wenig. Alles ist bunter, grafischer als auch schon.
Wer noch auf den Beinen stehen kann nach dem intensiven Rundgang bei den gerahmten Gemälden findet in der Plattform Unlimited Grossprojekte, raumübergreifende Installationen und Skulpturen, Videoprojektionen und Performencekunst. Allerdings bleibt hier viel ohne bleibenden Eindruck und somit legt das schnelllebige Handyfoto Zeugnis davon ab, das zeitgenössische Kunst wie sie die Art Basel zeigt noch keine Geschichte hat und wohl nur ein Prozent das gewisse Extra hat fürs Museum. Ein Augenschmaus ist es aber jedes Mal.
Weitere Informationen zur Art Basel hier 

Bern – Standing ovation für die Magie des Knie Musicals

 

Würden die Berner fast exakt hundert Jahre nach der Premiere des Schweizer Nationalzirkus vor der Reitschule die Geschichte der Dynastie Knie als Musical auch mögen? Regisseur und Autor des Tanztheaters Rolf Knie war sichtlich  nervös vor der Premiere. 2,5 Stunden später applaudierte das Publikum im Zelt vor dem Nationalen Pferdezentrum minutenlang und der bekennende YB Fan war sichtlich gerührt.

Erinnern Sie sich noch an damals als sie Kind waren? Wochen bevor die Elefanten vom Bahnhof werbewirksam zum Zirkuszelt durch die Strassen liefen, hingen an den Wänden Werbeplakate mit gemalte Sujets von Dimitri, Emil oder einem Seehund, die auf die Nachmittagsvorstellung des Knies aufmerksam machten, die einem als Schüler ein Lachen ins Gesicht zauberte.
Ein Lachen zaubern und das Herz erwärmen statt Medizinwissen büffeln, das wollte auch Friedrich Knie als er seinem Vater, Leibarzt der Kaiserin Oesterreichs, nervös mitteilte, dass er fortan mit Gauklern nach dem Motto “ alles ist Zirkus, Zirkus ist alles“ mit seiner Arena Knie durchs Land ziehen wolle.
Das war Geburtsstunde der Dynastie Knie und in einem Mix aus einigen Zeilen Text zur Geschichte und sofort folgender Musik und Gesang werden die Geschehnisse der ersten Generation Knie im Musical abgehackt. Das hat derart ein hohes Tempo, das kein Platz für vertiefte Gefühle bleibt bis fast bis zum Schluss des ersten Aktes, wo am Abend nachdem Friedrich Knie vom Kaiser eine Ehrenmedaille verliehen wurde, er in den Armen seines Vaters an Herzversagen stirbt.
Zwar ist die Bühne des Zirkus ein Ort für Aussenseiter der Gesellschaft wie Clowns, Kleinwüchsige, Jongleure, wo sie in Demut vor dem Publikum eine Heimat und Broterwerb finden, aber Knie war auch immer politischen Wirren, sei es nun die von Napoleon oder Hitlers, ausgesetzt.
So ist neben dem farbenfrohen Treiben und Aufarbeiten der persönlichen Geschichten der Knies auch diese Thematik ein Thema des Musicals.
 Besonders im zweiten Teil nach der Pause wird es ernster. Die Einbürgerung der Oesterreicher in Rapperswil gestaltet sich schwieriger als vermutet, ein Sohn Knies Eugen verfällt dem Alkohol, die Brüder verkrachen sich, die Nazis machen den Knies das Leben schwer.
 Doch Rolf Knies Musical zeigt, dass das Geschäft der Unterhaltung unter dem Zirkuszelt heisst, immer wieder als Familie aufzustehen und sich den gesellschaftlichen Veränderungen stellen mit Phantasie und Poesie.
Der 1949 in Bern geborene und in Belp zur Schule gegangene Rolf Knie hat die wichtigsten Stationen der seit acht Generationen bestehenden Zirkusdynastie dank seinem Gespür für Farben und Wissen als ehemaliger Clown mit Witz, Phantasie zu einem familientauglichen Musiktheater verpackt, bei dem keine Minute Langeweile entsteht. Das Bühnenbild ist stets opulent und Zirkuskunst und Geschichte befruchten sich gegenseitig. Abstriche gibt es bei der Musik. Die Melodien tragen zwar die Geschichte weiter, aber nicht mehr. Kein Song bleibt im Ohr hängen und summt als Ohrwurm noch tagelang weiter wie man das von anderen internationalen Musicals kennt. Auch sind die Texte oft holprig.
Trotzdem ist „Knie – das  Circus Musical“ beste Unterhaltung über 100 Jahre Nationalzirkus und 200 Jahre Knie und wohl so etwas wie das Vermächtnis des Rolf Knie.

Musical – Vorstellungen noch bis zum 6. Juli in Bern

 und weitere Informationen hier 

Zürich – Toruk oder wie Avatar tausend Jahre früher war

 

Nein, „Toruk . the first flight“ mit dem der Cirque du soleil bis zum 16. Juni im Hallenstation gastiert, ist nicht „Avatar im Zirkus“. Es ist nicht einmal Zirkus, aber dank Technik, Spezialeffekte und gelenkigen Artisten ein mystisches Märchen wie man es noch nie gesehen hat.

Als 2009 die halbe Menschheit mit 3 D Brille auf der Nase „Avatar“ zum erfolgreichsten Film aller Zeiten machte, war für Hollywood klar, dass es eine Fortsetzung geben wird. Doch auch zehn Jahre später, gelang es der Phantasie von Regisseur James Cameron nicht, eine neue Folge zu schreiben, denn zu drehen. Deshalb war er sicher nicht abgeneigt, als die Cirque du soleil Autoren Michel Lemieux und Victor Pillon mit der Idee an ihn traten, Pandora im Zirkus wiederauferstehen zu lassen.
Die riesige Bühne im Hallenstation bedeckt bis zu den vordersten Sitzreihe mit einer Urwaldszene die Fläche und schon die ersten Minuten der Show lassen erahnen, dass hier mit der ganz grossen Kelle angerichtet wird. In einer Dimension, die den Begriff Zirkus sprengt wie Art Director Dawan Wilson erklärte und sich deutlich von den 36. Produktion vorher des Cirque du soleil anhebt und kein Zirkus mehr ist sondern eine Märchenstunde der aussergewöhnlichen Art.
Die kam allerdings den Schlussapplaus des Zürcher Publikum interpretierend in der nicht ausverkauften Premiere nur wohlwollend an.
Dabei hatten die Schweizer Nick Beyeler aus Bösingen und Elia Aymo aus Sion zusammen mit 35 anderen während rund 100 Minuten in einer mystischen Welt , wo das Volk der Na’vi eines ist mit der Natur, den Seelen der Geister und den Elementen, aber trotzdem Kämpfe und Probleme zwischenmenschlicher Natur bestehen muss, alles gegeben.
Dreiviertel der Show sind Massenszenen in einem Farbenmeer gestaltet von Technik, Requisten und Spezialeffekten, die die Urwelt – Pandora als eine Welt von Natur und Glaube und nicht wie wir heute haben eine Welt ohne  Gott darstellen. Die Verbundenheit mit allen Dingen in dieser Urwelt tausend Jahre vor „Avatar“ ist ein Augenschmaus und die blauen Urwesen mit Schwanz sind dauernd in Abenteuer verstrickt. Der Beat von Goa und Techno treibt die Geschichte zügig voran, es kommt nie Langeweile auf, aber es gibt auch kritische Punkte.
Der Einsatz von Technik und Spezialeffekten ist derart gross, dass die Artisten zum einen nur noch Statisten sind und zum anderen ausser rumspringen, am Seil rumturnen und auf dem Trampolin in die Luft schwingen, keine allzu grosse Zirkusnummern mehr vorführen müssen. Die schauspielerische Leistung  ist gefragter und auch der Text dieses Märchens ist ein nicht zu unterschätzendes Element damit man als Zuschauer bei der Bilderflut nicht Faden verliert.
Wer einen Bezug hat zur Mystik und Spiritualität hat, wird „Toruk „mögen als Livekino der ganze besondern Art, wer den Cirque du soleil der alten Tage sucht, wird enttäuscht nach Hause gehen.


Weitere Informationen zu „Toruk“ hier