Basel – Von China bis Schottland – Basel Tattoo vielfältig wie nie

Die 14. Ausgabe Basel Tattoo bis zum 20. Juli  legt den Schwerpunkt neben der Militärmusik mindestens ebenso auf Gesang, Tanz und Witz mit 1000 Mitwirkenden aus allen Kontinenten.

Der 32-jährige Sänger Johnny Manuel aus Michigan hat die hohe Stimme einer männlichen Whitney Houston und gab der zweistündigen Tattoo-Show in der Kaserne Basel  mit seiner Interpretation von „Let me entertain you“ gleich zu Beginn das Motto, doch auch am Schluss der Show mit „One moment in time“ war es ein anderer Klang, dem das Publikum im Ohr stecken blieb, den des Dudelsackes.
Beinfrei im Schottenrock mit Karomuster und Tartan, 200 Mann aus Schottland, Australien, Neuseeland, Paris bliesen was das Zeug hält.  Doch nicht nur der Dudelsack sondern auch der Tanz , die Geige, der Gesang der schottischen Kultur wurden den Publikum in mehreren Showblöcken näher gebracht und auch die Kombination von Folklore mit Rockmusik der Red Hot Chill Pipers aus England durfte nicht fehlen.
Die Griechen sind dieses Jahr zum ersten Mal am Tattoo und kamen mit 50 Mann und einem Sänger, doch es waren die Melodien und der Sirtaki-Tanz aus dem Film „Alexis Sorba“, die für viel Applaus beim Publikum sorgten.
Eher gewöhnlich war der Einmarsch des Königlich-Niederländischen Orchesters Marechaussee bis  die Klänge von „weisse Rosen aus Amsterdam“ erklangen und eine „Tulpenfrau“ die Bühne betrat. Ein Travestit, das gefiel der holländischen Polizei gar nicht und ein Auto stoppte ihn. Das Publikum lachte als sich der „Tulpenmann“ fröhlich davon schlich nicht ohne vorher Luftküsse zu verteilen.
Von Polizisten sagt man, sie hätten Eltern gehabt, die Kinder wollten, die zu all ihren Befehlen ja sagen und deshalb Ordnungshüter wurden, doch 30 Männer der Hamburgerpolizei haben das Kind im Mann in ihrer Freizeit nicht verloren und bestritten auf Motorrädern aus den Jahren 1956-64 eine Oldtimershow, voller Witz und Action und wurden vom Publikum dafür geliebt.
In wohl keinem anderen  Land der Welt hatte und hat das Militär sein Volk so gezügelt wie in China. Aus der Millionenstadt Shijianzhuang marschierten die Männer der „The Wind Band and Dancers of the Water Supply and Drainage Company“ ein und man hätte mit dem Lineal hingehen soll und nachmessen, ob da wirklich alle so gedrillt in Reih und Glied ihre golden Instrumenten vorführten, doch dazu blieb keine Zeit, den die Tänzerinnen gaben eine Kostprobe ihrer Folklore und die Tigermasken und ein Akrobat tanzen wie wild. Die farbenprächtigen Kostüme aus Asien verwandelten die Kaserne in einen Tanz aus dem 11. Jahrhundert, wie ihn Basel noch nie gesehen hat.

Weitere Informationen zum Basler Tattoo hier 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s