Baden – Argovia Philharmonic und Robert Hunger-Bühler wagen sich an die „Fledermaus“

Zum ersten Mal wagt sich das Orchester Argovia Philharmomic ab dem 30. August in der Alten Schmiede Baden an die Operette aller Operetten. Welche Erfahrungen der Regisseur Robert Hunger-Bühler im Vorfeld mit der „Fledermaus“ von Johannes Strauss in einer besonderen Fassung gemacht hat, verrät er im Interview.

Robert Hunger-Bühler, als Sie vor einiger Zeit den Zuschlag als Regisseur der Fledermausoperette erhielten, gabs zuerst sicher einen Freudenschrei und dann der Gedanke, dass viel Vorarbeit auf Sie zukommt? Wie lange dauerte diese Vorarbeit bevor sie ans Proben gehen und wie sieht diese aus?

Das Geschenk, die Operette zu inszenieren kam zur richtigen Zeit. Die Vorarbeit dauerte 1 Jahr. Besonders das Casting der SängerInnen und SchauspielerInnen, Akrobaten und Künstler bedurfte grosser Sorgfalt.

 

Als einer im Thurgau aufgewachsener und mittlerweile zum Aargauer gewordener, arbeiten Sie neben der Regie auch als Schauspieler und Autor. Waren diese künstlerischen Sichtweisen hilfreich bei der Erarbeitung der “Fledermaus” und wo stiessen Sie auf Schwierigkeiten?

Die Fledermaus selbst ist ein spartenübergreifendes Geschöpf. Es besteht aus Text, Musik, Gesang, Tanz und Entertainment. Es führt alle Kunstgestaltungen zusammen.

Von der Idee wie die Vorführung sein soll bis zur Aufführung ist ein langer Prozess. Vertrauen Sie blindlings Ihren ersten Gedanken, Ideen oder suchen Sie noch Rat bei Kollegen, besuchen andere Vorführungen?

Die ersten Gedanken sind meist die besten, diese gilt es zu verteidigen. Natürlich denken alle an dem Gesamtkunstwerk mit – ich darf dann die hoffentlich günstige Wahl treffen.


Welche Veränderungen gegenüber dem Original haben Sie gemacht, damit das Publikum Strauss Operette heute versteht?

Das Original ist höchstens in der genialen Musik von Strauss zu erfahren. Im Libretto steht die Ueberlieferung der Aufführungspraxis. Da haben wir etwas nachgeholfen.


 

Am Freitag ist Premiere. Wie gehen Sie mit der Nervosität um, haben Sie ein Ritual in den Minuten vor Beginn?

Ich merke, dass ich ruhiger werde: die Fledermaus beginnt allmählich zu fliegen.

Nachdem der Schlussvorhang gefallen ist, der Applaus verklungen, die Anspannung sich löst, fallen Sie da in ein seelisches Loch oder denken Sie schon ans nächste Projekt?

Ich glaube nicht, dass ich in ein Loch fallen werden, bin aber gespannt, wie lange mir  die „Songs“ von Strauß nich in den Ohren nachklingen…

Weitere Informationen zur Fledermaus und Kartenbestellung hier 

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