Basel – Baloise session ist, wenn Wincent Weiss Hose reisst und Michael Patrick Kelly rockt

 

„The Magic of Songs“ lautete der Titel des Abends mit den Ueberflieger aus Deutschland Wincent Weiss und dem aus dem Kloster zurückkehrten Iren Michael Patrick Kelly. Doch die Herren boten dem überwiegend weiblichen Publikum unterschiedlichen Alters nicht nur Poprock sondern auch allerhand tiefe Einblicke.

Es passierte ausgerechnet beim Lied „Unter meiner Haut“, da riss die enge schwarze Jeans von Wincent Weiss und gab den Blick frei auf den Slip. Bis dahin hatte der 26-jährige aus Bad Oldesloe in Schleswig Holstein mit modernen Melodien, kräftigem Beat und seinem Lausbubenlachen aus dem Gesicht eines ehemaligen Models bereits die Zuschauerinnen auf seiner Seite und nun wohl auch die Schadenfreude der männlichen Begleiter. Noch auf der Bühne wechselte er in eine Trainingshose und „Weck mich nicht auf“ ging dabei fasst vergessen.

Ueberhaupt stand nicht unbedingt der Liedermacher Wincent Weiss, der auch einen Echo zu Hause hat, im Zentrum seines Auftrittes in Basel sondern der Unterhalter, der die Zuschauer mit eingängigen Songs und coolen Sprüchen bestens unterhielt. Der Spassfaktor wurde bewusst in den Vorgrund gerückt und Lieder über Mobbing im Internet bewiesen zwar, dass der junge Mann, der seinen Vater nie kannte, mit 16 Jahren von den Grosseltern nach Berlin zog, auch anders kann, aber noch ist der Schwarm aller jungen Damen und davon hatte es im ausverkauften Saal viele, zu bemüht den Handys zu gefallen. Er wurde ja auch durch DSDS und Youtubevideos bekannt.

Zwar sei seine Tournee zu aktuellen LP „ID“ im September zu Ende gegangen, doch für die Baloise session habe er wieder die Koffer gepackt, den er sei ein Fan der Veranstaltung und schaue alle Konzerte im Fernsehen an, erzählte Michael Patrik Kelly. Er ist 41 Jahre alt und sein Rock tönt etwas altbacken, aber sein Konzertauftritt war von der ersten bis zur letzten Minute soilde und fehlerlos. Zu Beginn drängten zwar alle Fans mittleren Alters nach vorne und doch der Ire war etwas gar distanziert. Dabei, soll man den Worten seiner Schwester und ehemaligen Bandkollegin Mathe Kelly glauben, war der Drittgeborene Sohn immer der Liebling des Vaters, der seine Kinder als Kelly Family goss machte, gewesen und bei der Wiedervereingung nicht dabei, weil er gerne seinen Namen in grossen Buchstaben liest. Aber er leidet manchmal auch an Stimmungsschwankungen.

Mit Songs wie „A little Faith und Flag“ spürte das Publikum die Wahrhaftigkeit mit der der Ire, der vier Jahre im Kloster war, an seine Arbeit Rock zu erschaffen geht. Doch auch ein gestandener Musiker wie Michael Patrick Kelly brauchte das Fernsehen, um gross zu werden. Seit seiner Teilnahme bei „Das Tauschkonzert“ kennt man den Solokünstler auch Hierzulande.
Der Höhepunkt seines Konzertes war das tanzbare „Et voilà“ und ansonsten war es auch seine fünfköpftige Band und ihr präzises Spiel, das dafür verantwortlich war und dass das Publikum zwei Zugaben wollte.

Weitere Informationen zur Baloise session hier

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s