Bern – Kabarettistin Esther Hasler zeigt ihr Bern und spricht über ihre Kunst

 

 

 Ab dem 26. November steht die Kabarettistin Esther Hasler im Rahmen ihrer Schweizertournee im Theater La Cappella Bern mit ihrem 6. Soloprogramm  „Lichtjahre“ auf der Bühne. Das heisst ein Klavier und viel Sprachwitz. Vorher fand sie noch Zeit ihre Lieblingsplätze rund um das Casino und Zytglogge zu zeigen und sprach über ihr Leben auf und abseits der Bühne.

Das Los der Frau ist der Schmerz. Wurden Sie Kabarettistin damit  Sie dies für zwei Stunden für sich und und andere vergessen machen oder wie wurden Sie entdeckt?

Ursprünglich habe ich am Klavier Sänger begleitet.Theaterleute sagten mir dann, dass ich auch singen und sprechen solle. Ich dachte vorher nie daran, dass ich Theater zum Beruf machen würde. Das Kostbarste am Mensch sein ist für mich, sich auszudrücken über die Sprache, Musik, Text oder andere Dinge und das gibt mir ein Glücksgefühl.

 
In Ihrem Programm wechseln Sie von Berndeutsch in andere Sprachen und profitieren als Liechtensteinerin von den Nuancen der deutschen Sprache. War diese Gabe immer da oder spucken Sie nur aus, was Sie alles lesen?

Die Gabe der Sprache ist mir gegeben worden. Meine Muttersprache ist Liechtensteinisch, meine Vatersprache ist Schweizerdeutsch und wir haben als Familie auch an verschiedenen Orten gewohnt, das prägt. Für mich ist es auf der Bühne interessant die Dialekte als Stilmittel einzusetzen, weil es dadurch eine andere Spannung und Aussagekraft ergibt. Jede Kultur hat über die Sprache ihren eigen Humor, den ich sehr schnell erfasse.
Didi Sommer, der auch für den Zirkus Monti arbeitete, führte bei neuen Programm „Lichtjahre“ Regie. Wie muss man sich diese Zusammenarbeit vorstellen?

Ich hatte mit ihm bereits beim 5. Soloprogramm zusammengearbeitet. Ich gelangte an ihn mit der Idee einen Fisch und eine Unterseenummer auf die Bühne zu bringen. Ich hatte die Texte bereits geschrieben, wusste aber nicht wie umsetzen. Es war beglückend mit ihm zu arbeiten, er erfasst schnell den Kern einer Aussage, das Bild und kann das in die Theatersprache umsetzen.

Sie sind für mich die weibliche Schweizerausgabe von Joachim Rittmeyer. Sie nehmen nie ein Blatt vor den Mund. Spielen Sie diese Rolle nur oder ist Esther Hasler im beschaulichen Bern auch so?
 

Also ich habe verschiedene Facetten. Viele meiner Freunde, waren vor Jahren erstaunt, als ich ihnen sagte, dass ich mit einem Soloprogramm auftreten werden. Im Privaten bin ich anders als auf der Bühne. Ich liebe den ganz gewöhnlichen Alltag, ich dränge mich nicht in den Vordergrund, gehe nicht an Promianlässe, mag keine künstlichen Welten. Ich gehe gerne auf der Alp, wo ich meine Ruhe habe, aber auch in der Stadt, wo ich das pulsierende Leben habe.

Lichtjahre, das 6. Solobühnenprogramm setzt Ihre Karriere wie gewohnt weiter. Auch eine Esther Hasler wird älter. Schauen Sie an Wintertagen manchmal zürück und dann nach vorne mit dem Gedanken: Was bleibt von meinem Leben?
Ich liebe einfach was ich mache. Es ist unglaublich spannend und erfüllend mit meiner Kunst auf der
Bühne zu stehen und das seit mittlerweile vielen Jahren. Ich werde sicher solange mir die Ideen nicht ausgehen, noch weitermachen. Ich könnte mir vorstellen, was ich schon vor meiner Solokarriere gemacht habe, auch wieder mit anderen Künstlern zusammen aufzutreten.
Wir gingen durch Bern und machten Fotos. Was liebt Esther Hasler an dieser Stadt und was macht Sie in Ihrer Freizeit?

Ich liebe das Tempo dieser Stadt. Ich probe in meinem Atelier, das in einem Altstadtkeller ist. Wenn ich einen Pause brauche, komme ich hoch und dann pulsiert das Leben in den Gassen. Ich liebe die kleinen Buchläden und Cafes. Ich fahre Rad ohne Elektromotor, gehe in die Berge und lese gerne und treffe mich mit Freunden.

 Weitere Informationen zu Esther Hasler hier 

 



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