Tafers – ungewöhnliche Krippen für das Jesuskind

Neben Jesus am Kreuz ist seine Geburt an Weihnachten in der Krippe die bekannteste Darstellung seiner Person. Doch kann man diese anders darstellen als mit Holz und Stroh? Die Antworten geben 25 Künstler aus verschiedenen Bezirken des Kantons Freiburg und anderen Orten bis zum 12. Januar 2020 im Sensler Museum Tafers in der Ausstellung „Künstler und ihre Krippen“.

Von der Mitternachtsmesse kennen wir die Geschichte von Jesus Geburt und schauen dann auf die Weihnachtskrippe mit Maria, Josef, Esel , Hirte und Schafe und daneben die drei Weisen aus dem Morgenland. Bis Ende des 19.Jahrhundert war dieser Blick für eine Stunde für das gemeine Volk der einzige für ein Jahr, den nur Reiche besassen auch zu Hause eine Krippe. Das änderte sich mit der Produktion mit preiswerten Materialien.
Doch das Sensler Museum will keine Massenware, sondern sucht das Spezielle an Ausdruck und Herstellung. Zwei Jahre nach der Ausstellung mit internationalen Künstlern sind es diesmal vor allem regionale Kreative, die zum Beispiel aus Glas , Metall oder Ton wie bei Marianne Dietrich aus Düdingen auch mal was Neues wagen.
Ihre Könige Kaspar, Melchior, Balthasar tragen Jeans und hohe Stiefel und poppige Brillen. Andere betten das Jesuskind in ein Ei oder die ganze Szene von Bethlehem ist in einer Laterne hinter Glas.Während die Welschen eher bekannte Abbildungen machen mit Gesichtern hebt Anna Coudray aus Düdingen die Gaben der Könige mit 18 Karatgold in den Vordergrund.
Von den 65 Krippen von 25 Künstlern, die teilweise erworben werden können, fallen in den Glaskästen die Figuren (Titelbild) der kleinen Schwestern Jesus aus Aubonne auf. Seit 1960 wird der rote Ton aus den spanischen Pyrenäen von den Nonnen modelliert und bei 1000 Grad gebrannt. Die Ordensgemeinschaft lebt vom Figurenverkauf.
Die Krippen kommen zum Teil aus Sammlungen und andere wurden extra für die Ausstellung hergestellt. Die Krippen sind teilweise im sehr alten Museumshaus neben den Gegenständen aus dem Senslerbezirk ausgestellt und so erfährt man noch Informationen von Land und Leuten mit dem besonderen Dialekt. Das Licht in den Fenstern leuchtet bunt, den Schüler der Orientierungsschule Tafers gestalteten diese und setzten das Thema Weihnachten modern um.
Weitere Informationen zur Ausstellung bis 12. Januar hier 

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