Biel – Warum Studeyeah’s Debut trotz Corona erschien

Die Auftrittsmöglichkeiten wurden für STUDEYEAH in den letzten zwei Jahren immer mehr und über den Winter arbeitete die Band aus Studen bei Biel am Debut „Jo Sicher“, das Mundarttexte mit Humor und Irrungen aus dem Alltag verbindet und am Tag der Massnahmen gegen Corona erschien. Wie geht der Sänger der Band mit der aktuellen Situation um, die seine Musik vorerst auf Eis gelegt hat, verrät er im Interview.


Stude, ausgerechnet am Tag als Euer Debut „Jo Sicher“ erschien, beschloss der Bundesrat strenge Massnahmen gegen Corona. Du bist sowohl als Arbeiter bei der Notschlafstelle Biel und als Musiker gleich doppelt betroffen. Wie gehst Du in den beiden Rollen mit der Viruskrise um?

Klar nervt es, dass wir neben der Plattentaufe auch unsere Tournee teils absagen und verschieben mussten. Ich möchte ja der Welt die neuen Songs zeigen. Trotzdem finde ich es gut, das „Jo Sicher“ erschienen ist und wir werden als Band sicher weitermachen in der neuen Welt nach Corona.
Bei der Notschlafstelle haben wir die Betten um ein Drittel reduziert und mussten mit den Aemtern schauen, wie wir die Asylanten und Andere anderswo unterbringen.



In der Pressemitteilung steht, dass Du und Dein Band dadaistische Alltagsposie machst. Dada, eine Kunstbewegung um 1916 lehnte konventionelle Kunst ab, lehnt Ihr den gewöhnlichen Rap ab?

Nein, ich bin auch kein Antipopper. Rap kam erst in den letzten Jahren dazu. Aber ein Freak, der sich für Umweltthemen interessiert und in der alternativen Szene unterwegs ist und war, war ich immer schon.

$

Ihr seit alle schon Männer über zwanzig. Kennt Ihr Euch noch aus der Jugend in Biel oder wollt Ihr mit der Band die Jugend zurückholen?

Drei aus der Band lernte ich 2013 bei einem Projekt von Karls Kühne Gassenschau kennen. Seit 2016 sind wir zu viert und 2017 kam eine EP raus. Mit zwei Jazzmusiker und einem Gittaristen, der gerne Old School Rap hört, musste ich halt Kompromisse bei der Musik eingehen, obwohl ich gerne und viel moderne Musik höre und dem Sound gerne einen modernen Abstrich gegeben hätte.

Interessant ist ja bei Euch, dass Ihr über Alltagsthemen wie Zähneputzen genauso singt wie Oekothemen und dann viele alte Berndeutsche Wörter und Bieler Slang benützt. Warum diese Mischung?

Ich komme aus dem Emmental und darum das alte Berndeutsch. Aber ich bin seit 20 Jahren in Biel und das färbt natürlich auch ab. Meistens habe ich bei den Texten die Grundidee und der Gitarrist hilft mir auch dabei.



Ist Studeyeah eigentlich eine Männerschaftsband, wo Männer auch sonst zusammen etwas zusammen unternehmen oder eine reine Musikzusammenkunft?

Manchmal unternehmen wir etwas zusammen, aber eine enge Beziehung habe ich eigentlich nur zum Gitarristen, den ich sicher zweimal in der Woche sehe.


 

Was macht der Mark alias Stude in Biel, wenn er Freizeit hat?

Eine gute Frage. (lacht). Unser Proberaum liegt nahe des Terrain Gurzelen Richtung Solothurn, das ist ein altes Fussballstation und auf diesem Rasen treibe ich mich gerne rum.


Weitere Information zu Studeyeah hier

Die Fotos wurden zur Verfügung gestellt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s