Zürich – Das Stadtarchiv zeigt 50 Jahre Theater Stok

Das Theater sei aus Bitterkeit über diverse Missstände an den grossen Theaterhäusern entstanden, gab der Gründer 1970 bekannt. Nun momentan ist es auch bitter für die Theaterszene allgemein,  da kommt die Retrospektive im Stadtarchiv bis zum 28. August gerade recht.

Die Ausstellung zeigt zum einen in einem Raum Berichte auf Informationstafeln und im zweiten Raum was für das Auge. Aus 80 Eigenproduktionen hängen da Masken, Kostüme und eine Zusammenstellung von allen Plakaten. Das erste Stück „Zwei auf der Schaukel“, welches am 4. April 1970, damals noch an der Leonhardstrasse 25,  aufgeführt wurde, wäre ohne Zbigniew Stok  nie zustande gekommen.

Die 68er Jugendbewegung hatte auch bei ihm Spuren hinterlassen. Er wollte ein Theater, das sich bewegt und wo sich Publikum und Schauspieler dank der kleinen Grösse der Bühne spüren. Neue Töne gabs fortan im Labortheater, wie es Zbigniew Stoks Idee war, bis zu seinem Tod 1990 mit jährlich mehreren Produktionen.

1992 kam Peter Doppelfeld dazu, wurde Erica Hänsslers neuer Lebnspartner und sie leiteten das Theater Stok fortan gemeinsam. Sie machten alles zu zweit vom Plakatieren bis zum Wein ausschenken.  Seit ihrem Tod am 1. Januar 2016 führt er das Theater alleine und steht auch auf der Bühne.

Peter Doppelfeld und Christina Steybe, die die Ausstellung kuratierte, konnten für die Ausstellung aus der reichen Fülle schöpfen. Neben den Gegenständen sind es ja auch die Geschichten bei den Führungen, die 50 Jahre Theater Stok nochmals lebendig werden lassen.

Weitere Informationen zum Theater Stok hier 

 

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