Zürich – Die wilden Zwanziger und Landschaften im Kunsthaus Zürich

Das neue Jahrzehnt ist wenige Monate alt und seit Anfang Jahr ist nichts mehr wie es mal war. Wird es wie die 1920er Jahre? Nachdem Weltkrieg und einer Pandemie, Menschen mit der Sehnsucht nach Neuem. Wie Künstler wie Léger, Ernst, Kandinsky, Ray damals auf die Zeit reagiert haben und wie es zeitgenössische tun, zeigt das Kunsthaus Zürich bis zum 11. November. Eine weitere Ausstellung befasst sich mit der Entwicklung der Landschaftsmalerei.

 

Mit 500 Millionen Toten war die Spanische Grippe schlimmer als Corona je sein wird, doch fragt man die Grosseltern, so berichten sie von Verstorbenen wie es die junge Generation von heute in einem Jahrzehnt machen wird.  Der erste Weltkrieg war seit zwei Jahren zu Ende und wirkte immer noch nach, trotzdem versuchte das kulturelle Leben der Grossstädte wieder auf die Beine zu kommen und den Lebenshunger der Menschen zu befriedigen.  Die TV Serie „Babylon Berlin “ hat ja jüngst versucht mit Unterhaltung die wilden Zwanziger wiederzugeben und nun geht das Kunsthaus Zürich mit 300 Werken von 80 Künstler der Frage nach: Waren die 20ier mehr als Schall und Rauch?
Die Städte Berlin, Paris, Wien, Zürich sind im Focus der Ausstellung und was sich hier in Sachen Architektur und Design neben den gängigen Ausdrucksformen der Kunst getan hat. Die nicht chronologisch aber nach Sachthemen angeordnete Ausstellung überrascht. Den Einiges was Le Corbusier in Möbeln oder Coco Chandel mit dem „kleinen Schwarzen“ erfunden haben,  macht sich noch heute gut im Leben.
 Und ein Künstler steht für ganz viel Mut und Experimentierfreunde. Der Fotograf Man Ray. Seine schwarzweiss Bilder waren schon damals gewagt und versuchen, was die zwanziger Jahren taten, Körper, Geist und Gesellschaft mit einer neuen Sicht zu vereinen.

 

Ist die Ausstellung „Schall und Raum – die wilden Zwanziger“ etwas gar kühl und mit vielen Kleinformaten nicht so opulent ausgefallen, sind die 60 Gemälde über die Entwicklung der Landschaftsmalerei seit dem 15. Jahrhundert genau das Gegenteil. Zwar richtet sich diese Ausstellung bis zum 8. November eher an ein älteres Publikum, aber was die alten holländischen und italienischen Meister da in stundenlanger Arbeit vor der Staffelei erschaffen haben bei der Suche nach dem richtigen Licht in der Landschaft, erstaunt auch noch Jahrhunderte später. Die Natur ist im Gegensatz zu heute nicht ein Dinge, das der Mensch bezwingt sondern eine Schöpfung Gottes und eine Art Bibel, die mit viel Liebe zum Detail eingefangen und auf Leinwand gebracht wurde.

Weitere Informationen zur den Ausstellungen hier

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