Monet in der Fondation Beyeler – Träumen am Seerosenteich

Mitten im Winter die Farben und das Licht des Frühlings vorwegnehmen, das tut die Ausstellung „Monet“ vom 22. Januar – 28. Mai in der Fondation Beyeler, die 62 Gemälde des französischen Impressionisten zwischen Landschaften am Mittelmeer, Flussläufe der Seine und die Spiegelungen der Schatten rund um die Seerosen beinhaltet.

Die Fondation Beyeler wird 20. Jahre alt und lebt von grossen Ausstellungen und Namen aber auch von der Anlage, die Stimmung hat. Auch die 62 Gemälde von Claude Monet, Leihgaben aus allen berühmten Museen der Welt, gehen  auf den wichtigsten Aspekt der Schaffensjahre Monets nach 1880 bis Anfang des 20. Jahrhunderts ein, eine Stimmung schaffen. Die berühmten Bilderwelten des Franzosen leben nicht vom Detail sondern vom Inneinanderfliessen von Gegebenheiten aus der Natur, dem Moment und dem Fliessen des Lichtes und der Farben des Malers.Spiegelungen und Schatten sind die Schlüssel zum Geheiminis das Monets Gärten und Naturabbildungen beim breiten Publikum und besonders in der Damenwelt so beliebt macht. Ein Paradies in dem der tägliche Ueberlebenskampf der Natur wegradiert wird, nur die Ruhe und Harmonie sieht der Betrachter.

Der Tod seiner Frau 1879 war auch der Zeitpunkt an dem sich Claude Monet als Meister des Impressionsmus neu orientierte. Geld hatte er eh genug verdient mit seinen immer an der Grenze zum Kitsch gemalden Bilder , nun kam eine Phase in der es persönlicher wurde, sprich, das Motiv als solches tritt in den Hintergrund, auf die Leinwand kommt, das, was das Motiv mit dem Maler macht.
Monets Reflexionen über Bilder sind in einem doppelten Sinn zu verstehen. Die Wiederholung seiner Motive durch Spiegelungen, die ihren Höhepunkt und Abschluss in den Gemälden der Spiegelungen in den Seerosenteichen finden, ist auch als ein fortwährendes Reflektieren der Möglichkeiten des Bildes zu deuten, das sich durch die Darstellung und Wiederholung eines Motivs Monet im Bild zeigt.

Die Landschaft Frankreichs ist sicher Monets Motiv schlecht hin, doch auchdie Stadt London liebte er. Im deutsch-französischen Krieg 1870/71 war sie sein Zufluchtsort und um die Jahrhundertwende kehrt wieder in die Metropole zurück. So finden sich den auch die Ausschitten von der Waterloo- und Charing Cross Bridge wie auch Anlehnungen an sein Vorbild Wiliam Truner in dieser Periode.

Monets Spätwerk ist fast ausschliesslich von seiner malerischen Auseinandersetzung mit seinem Garten und den Spiegelungen in seinen Seerosenteichen geprägt. In der Sammlung Beyeler finden sich dafür hervorragende Beispiele. Der letzte Raum der Ausstellung ist ein Ausblick auf die Bilder aus Monets Garten in Giverny, wo er am 5.12.1926 starb.

 

 
Weitere Informationen zur Ausstellung hier
 
Bilderquellen
1

CLAUDE MONET, COUCHER DE SOLEIL SUR LA SEINE, L’HIVER, 1880

SONNENUNTERGANG ÜBER DER SEINE IM WINTER

Öl auf Leinwand, 60,6 x 81,1 cm
Pola Museum of Art, Pola Art Foundation
2

CLAUDE MONET, LA TERRASSE À VÉTHEUIL, 1881

DIE TERRASSE IN VÉTHEUIL

Öl auf Leinwand, 81 x 65 cm Privatsammlung Foto: Robert Bayer
3

CLAUDE MONET, EN NORVÉGIENNE, 1887

IN DER BARKE

Öl auf Leinwand, 97,5 x 130,5 cm
Musée d’Orsay, Paris, Vermächtnis der Princesse Edmond de Polignac, 1947
Foto: © RMN-Grand Palais (Musée d’Orsay) / Hervé Lewandowski
4

CLAUDE MONET, CHARING CROSS BRIDGE, BROUILLARD SUR LA TAMISE, 1903

CHARING CROSS BRIDGE, NEBEL ÜBER DER THEMSE

Öl auf Leinwand, 73,7 x 92,4 cm
Harvard Art Museums/Fogg Museum, Schenkung Mrs. Henry Lyman, 1979
Foto: Imaging Department © President and Fellows of Harvard College
5

CLAUDE MONET, NYMPHÉAS, 1916 – 1919

SEEROSEN

Öl auf Leinwand, 200 x 180 cm
Fondation Beyeler, Riehen/Basel
Foto: Peter Schibli, Basel
6

THEODORE ROBINSON: PORTRAIT OF MONET, AROUND 1888–90

Cyanotypie, 24 x 16,8 cm Terra Foundation for American Art, Chicago, Gift of Mr. Ira Spanierman, 1985 Foto: © Terra Foundation for American Art, Chicago / Art Ressource, NY

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